Ein Monster für Männerhände: STELLA SW30000B

erstellt am: 07.06.2014 | von: Jürgen Oeder | Kategorie(n): Gerät & Technik

Ein Monster von 1134 Gramm (mit Schnur) wartet auf echte Männerhände! Obere und untere Bremsscheiben entsprechen im Durchmesser den Scheiebn der 10.000er und der 20.000er. Durch den größeren Spulendurchmesser verringert sich die maximale Bremskraft um ca. 5kg auf 20kg…

Ein Monster von 1134 Gramm (mit Schnur) wartet auf echte Männerhände!

Bremsknopf, Druckkopf aus Alu

Eien Größenvergleich mit verschiedenen Spulen gibt einen Eindruck zuden Dimensionen der Rolle

Obere und untere Bremsscheiben entsprechen im Durchmesser den Scheiebn der 10.000er und der 20.000er. Durch den größeren Spulendurchmesser verringert sich die maximale Bremskraft um ca. 5kg auf 20kg.

Wenn die unteren Bremsscheiben größer dimensioniert wären, könnten höhere Bremskräfte erreicht werden. Platz dafür wäre in der großen Spule jedenfalls reichlich vorhanden. Bleibt die Frage, ob man(n) wirklich mehr als 20kg Bremskraft benötigt und die auch halten kann.

Obere und untere Bremseinheit

Spulenstütze und Distanzscheiben

Alle Teile der Rotorbefestigung

Bewährtes Bügelumschlagsystem

Gegen Korrosion sollte unter den Abdeckungen gefettet werden

Alle Teile des Schnurlaufröllchens. Sie waren so gut wie trocken!

Abdeckung der Rücklaufsperre

Die Rücklaufsperre ist von anderen Stellas bekannt. Daher ersparte ich es mir, sie in alle Einzelteile zu zerlegen.

Dichtungsring für das obere Gehäuseteil. Ich habe bei anderen Stellas, die einige Jahre auf dem Buckel hatten, festgestellt, dass dieser Ring dann weich und klebrig wird.

Gehäusedeckel mit Dichtung, verschraubtes Kugellager mit dahinterliegender Dichtung und U-Scheibe.

Blick in das Getriebe: Es ist baugleich mit anderen Stella-Modellen

Getriebezahnrad. Der Fleck auf 11 Uhr Stellung ist kein Gießfehler sondern nur etwas Fett

Alle Teile der Kurbel. Bei dieser gewaltigen Rolle würde ich ein T-Bar Handle montieren Um die untere Abdeckkappe nur zum Reinigen, oder um den Seitendeckel zu entfernen, haben Shimano-Techniker sich eine nicht unbedingt glückliche Technik ausgedacht: Zuerst muss am oberen Gehäuserand ein Gummistöpsel vorsichtig mit einer Nadel entfernt werden. Doch um da dran zu kommen, muss zuerst der Rotor abgebaut werden. Dann kann mit einem Kreuz-Bit der Größe 0 die Schraube gelöst und die Abdeckkappe entfernt werden. Die Frage warum das keine glückliche Technik ist, wird man spätestens feststellen, wenn die Kappe wieder aufgesetzt werden soll. Die Hülse ist nicht befestigt und fällt schnell in das Getriebe… Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten das zu verhindern: 1) Die Schraube nur so weit herausdrehen, bis sich die Abdeckkappe abnehmen lässt. Dann bleibt ein Teil der Schraube in der Bohrung im Gehäuse und das Plastikteil kann nicht verrutschen, wenn man den Bit vor dem Aufsetzen des Deckels einsteckt und damit die Hülse zentriert. Wenn nur die Abdeckkappe gereinigt werden soll, sollte man den Bit die ganze Zeit stecken lassen!!! 2) Nach dem Öffnen des Seitendeckels das Plastikteil und die rechte Seite des Gehäuses gut entfetten und das Teil mit Silikon einkleben. Den Bit aber in der Führung stecken lassen, bis es fest ist! Bei der 30.000 war werksseitig die Hülse auf einem Tropfen Silikon abgestützt. Das verhindert aber nicht, dass die Hülse bei ausgedrehter Schraube verrutschen und in das Getriebe fallen kann!

Provisorische Stütze aus Silikon

O-Ring, Führungsteil, Schraube, zum Lösen Kreuz-Bit 0 L=75mm Sollten die Verantwortlichen von Shimano mitlesen, gibt es nur zwei Empfehlungen für Verbesserungen: Änderung dieser „speziellen Technik“ bei der SW-B Serie. Und gönnt dem Getriebe und anderen wichtigen Stellen bereits bei der Montage etwas mehr Fett und Öl. So trocken muss das wirklich nicht sein das vor dem Ersteinsatz nachgearbeitet werden muss. Danke! Spezifikation der SW-B Modelle