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Russland wegen Makrelenraub sanktioniert
Der Makrelenbestand im Nordostatlantik ist nach Angaben der EU-Kommission wegen jahrelanger Überfischung vor allem durch Russland „in einem kritischen Erhaltungszustand“. Gleichwohl hat Russland in diesem Jahr seine Fangquote einseitig und gegen alle Vereinbarungen auf 67.548 Tonnen oder 22,5% der zulässigen Gesamtfangmenge erhöht. Dies ist fast das Fünffache seiner früheren Quote.

Auf Antrag der EU haben deshalb die Mitglieder der Kommission für die Fischerei im Nordostatlantik (NEAFC) Sanktionen gegen Russland erlassen. Zu diesen Mitgliedern gehören (neben Russland) die EU, Großbritannien, Dänemark (in Bezug auf die Färöer und Grönland), Norwegen und Island.
Demnach wurden die russischen Makrelenfänge in internationalen Gewässern auf 1.495 Tonnen begrenzt. Russische Fangschiffe, die diese Grenze überschreiten, dürfen von den Mitgliedstaaten weder betankt noch deren Fang auf offener See umgeladen werden. Die EU, Island und Großbritannien beschlossen zudem, dass diese Schiffe ihre Häfen nicht mehr anlaufen dürfen. Diese Maßnahmen traten nun trotz des Einwands Russlands in Kraft treten. Der Kommission zufolge wurden bislang mehr als 100 Umladungen pro Jahr von russischen Schiffen auf offener See ohne ordnungsgemäße Überwachung beobachtet.