Spanien: Thunfisch-Mafia hatte womöglich Spitzel bei Polizei

erstellt am: 25.06.2019 | von: Jürgen Oeder | Kategorie(n): Blauflossenthun, News

Die spanische Thunfisch-Mafia hatte im „Tarantelo“-Fall womöglich einen Spitzel in den Reihen der Guardia Civil. Der von den kriminellen Geschäftsleuten „Jordi“ genannte Mann konnte durch Telefonüberwachungen identifiziert werden, wie die Behörden am 18. Juni mitteilten.  Der Beschuldigte sei verdächtig, Ermittlungsergebnisse gegen die internationale Bande weitergegeben zu haben und wurde umgehend aus dem Dienst entfernt.

Europol leitet die Ermittlungen in dem Fall

Im Tarantelo-Fall werden 80 Geschäftsleute und Thunfisch-Händler von Spanien bis Malta beschuldigt, Herkunftsdokumente zu Thunen systematisch gefälscht und illegal gefangene Fische in den Handel gebracht zu haben.

Die Behörde geht davon aus, dass das kriminelle Netzwerk im Jahr über 2,5 Millionen kg zumeist vor Malta illegal gefangenen Thun umsetzte und damit einen Profit von 12,5 Millionen Euro im Jahr machte. Das Volumen dieses illegalen maltesischen Handels entspricht damit dem Doppelten des jährlichen legalen von 1,25 Millionen kg. (siehe Meldung vom 17.10.18)