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	<title>Ostsee &#8211; UltimateFishingNews.com</title>
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	<title>Ostsee &#8211; UltimateFishingNews.com</title>
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		<title>Hitzestress lässt Fische schrumpfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 15:32:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch Fische leiden unter steigenden Meerestemperaturen. Sie verändern ihr Jagdverhalten, werden kleiner und könnten sogar aussterben, wie nun zwei Studien herausfanden: Erhitzt sich das Oberflächenwasser, kommt es zur sogenannten Schichtung. Dabei vermischen sich die kälteren und dichteren Wasserschichten in der Tiefe kaum mit den wärmeren, weniger dichten Schichten an der Oberfläche. Nährstoffe aus der Tiefe... <a href="https://ultimatefishingnews.com/hitzestress-laesst-fische-schrumpfen/">mehr</a>]]></description>
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<p>Auch Fische leiden unter steigenden Meerestemperaturen. Sie verändern ihr Jagdverhalten, werden kleiner und könnten sogar aussterben, wie nun zwei Studien herausfanden: Erhitzt sich das Oberflächenwasser, kommt es zur sogenannten Schichtung. Dabei vermischen sich die kälteren und dichteren Wasserschichten in der Tiefe kaum mit den wärmeren, weniger dichten Schichten an der Oberfläche. Nährstoffe aus der Tiefe gelangen schlecht an die Oberfläche, es wächst weniger Phytoplankton, dem Futter des Zooplanktons, das wiederum die Nahrungsgrundlage für Fische ist. Laut einer Studie des Wissenschaftlers Shin-ichi Ito an der Uni Tokio werden Fische durch den Klimawandel mehr hungern und über Generationen deshalb immer kleiner und leichter. <a href="https://doi.org/10.1111/faf.12818">https://doi.org/10.1111/faf.12818</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17721" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost1-1024x683.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost1-300x200.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost1-768x512.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost1-1000x667.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost1.jpg 1152w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-text-align-center">Große Ostseelachse könnten wegen der Klimaerwärmuung bald der Vergangenheit angehören.  </p>



<p>Eine weitere große Studie in der Ostsee (https://www.nature.com/articles/s41558-024-01946-y ) kommt zu dem Ergebnis, dass sich Raubfische bei steigenden Temperaturen zudem auf kleinere(!) Beutetiere konzentrieren. Das hatte die Wissenschaftler überrascht: Bei steigenden Temperaturen nimmt der Energiebedarf der Fische eigentlich zu, sie brauchen also mehr Nahrung, um ihren Energiebedarf zu decken. Kleine Beutetiere sind im Vergleich zu großen aber energetisch weniger lohnend. Es bedeutet also mehr Aufwand bei weniger Energiegewinn, auf kleinere Beute zu wechseln.</p>



<p>Warum Dorsche, Plattfische oder Lachse sich im Hitzestress für Beute entscheiden, die ihnen nicht genug Energie liefert, ist für die Wissenschaftler um Benoit Gauzens vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Jena weiterhin ein Rätsel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="546" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost2-1024x546.jpg" alt="" class="wp-image-17722" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost2-1024x546.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost2-300x160.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost2-768x409.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost2-1000x533.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/09/ost2.jpg 1441w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-text-align-center">Nicht nur die Überfsichung, auch das Klima lässt Dorsche weiter schrumpfen.</p>



<p>Besonders für große Raubfische sind die Schichtung und die Umstellung auf weniger nahrhafte Beute ein Problem. In der Ostsee kann das dramatische Folgen haben, erklärt Gauzens: &#8222;Große Fischarten werden viel stärker unter dem Temperaturanstieg leiden, als bisher vorhergesagt und verstanden wurde. Das bedeutet, dass zunächst die Biomasse der Populationen abnimmt, bevor sie schließlich aussterben.&#8220;</p>



<p>So sieht es auch in anderen Meeren aus. Shin-ichi Ito plädiert deshalb für schnelle Maßnahmen: &#8222;Selbst wenn wir den Ausstoß von Kohlendioxid heute stoppen, wird die Temperatur noch mindestens 50 Jahre lang weiter steigen.</p>
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		<title>GEOMAR: Dorsch und Hering in Ostsee droht völliger Zusammenbruch</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/geomar-dorsch-und-hering-in-ostsee-droht-voelliger-zusammenbruch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2020 08:23:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Dorsch]]></category>
		<category><![CDATA[Überfischung]]></category>
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					<description><![CDATA[EU-Erhöht gleichwohl Dorschfangquote Mehr Dorsch, weniger Hering: Auf neue Höchstfangmengen in der westlichen Ostsee haben sich die EU-Agrarminister für 2021 geeinigt. Für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und den WWF ist dies ein positives Ergebnis, für die Wissenschaft nicht. Dass die Fangquote für Hering nur halbiert und die für den ebenfalls bedrohten Dorsch gar um 5% angehoben... <a href="https://ultimatefishingnews.com/geomar-dorsch-und-hering-in-ostsee-droht-voelliger-zusammenbruch/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>EU-Erhöht gleichwohl Dorschfangquote</p>



<p>Mehr Dorsch, weniger Hering: Auf neue Höchstfangmengen in der westlichen Ostsee haben sich die EU-Agrarminister für 2021 geeinigt. Für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und den WWF ist dies ein positives Ergebnis, für die Wissenschaft nicht.</p>



<p>Dass die Fangquote für Hering nur halbiert und die für den ebenfalls bedrohten Dorsch gar um 5% angehoben wurde, ist für den immer industriefreundlicheren WWF ein gelunger Kompromiss. Dagegen warnte das renommierte GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel vor einem völligen Zusammenbruch der Bestände. Der Grund: Überfischung, Klimaerwärmung und Rippenquallen setzen den Fischen extrem zu. Gehört wurde ihr eindringlicher Appell von den Politikern nicht.</p>



<p>Den Forschern zufolge sind die Bestände von Dorsch und Hering nach Jahrzehnten der Überfischung so klein, „dass sie während der Laichzeit nicht mehr ihr ganzes Laichgebiet mit Eiern versorgen können“. Beim Hering liegt der Nachwuchs seit 2005 weit unter dem Mittel der vorherigen Jahre und nimmt kontinuierlich weiter ab. Seit 2018 empfiehlt deshalb der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) eine <strong>komplette</strong> Einstellung der Heringsfischerei, dieser Rat wurde aber auch diesmal von den Politikern nicht befolgt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/Al522_cod_larvae_001-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-14420" width="1024" height="768"/><figcaption>Dorschlarve. Foto: T. Reusch, GEOMAR</figcaption></figure>



<p>Beim Dorsch sei in vier der letzten fünf Jahre der Nachwuchs ganz oder fast ganz ausgeblieben. Der Bestand besteht daher fast nur noch aus jetzt vierjährigen Dorschen, die sich noch nicht erfolgreich fortgepflanzt haben und die Hauptlast der Dorschfischerei tragen, heißt es. Rainer Froese, Meeresökologe am GEOMAR, warnte deshalb eindringlich: „Wenn wir diesen Jahrgang ohne Ersatz verlieren, dann haben wir den Bestand verloren“.</p>



<p>Überdies seien die zu kleinen Dorsch-Bestände extrem schlecht auf den Klimawandel vorbereitet. Das zeigte sich in diesem Frühjahr, wo der ungewöhnlich warme Winter die meisten Fische dazu veranlasst hat, zu früh abzulaichen, bevor genügend Nahrung für die Larven vorhanden war. Wegen der zu kleinen Bestandsgrößen haben nur sehr wenige Fische zur richtigen Zeit am richtigen Ort abgelaicht. Die Larven dieser Fische hatten mit dem zusätzlichen Problem zu kämpfen, dass sich eingeschleppte Rippenquallen im warmen Wasser massiv vermehrt haben und mit den Fischlarven um das Plankton als Futter konkurrieren. „Wir hatten noch in keinem Jahr so viele Rippenquallen in unseren Proben wie jetzt“ sagt Meeresbiologin und Expertin für Heringslarven, Dr. Catriona Clemmesen vom GEOMAR. „Alle Anzeichen deuten daher darauf hin, dass es in diesem Jahr bei Dorsch und Hering keinen Nachwuchs geben wird.“</p>



<p>Aus Sicht der Fischer und der GEOMAR Wissenschaftler muss dringend gehandelt werden, um eine Katastrophe abzuwenden. Sie schlagen eine völlige Einstellung jeglicher Fischerei auf Dorsch und Hering vor, bis mehrfache erfolgreiche Fortpflanzung die Bestände dauerhaft abgesichert hat. „Es kann nicht angehen, dass wir jetzt die letzten Dorsche und Heringe wegfangen,“ sagt Thorsten Reusch, Professor am GEOMAR und Experte für evolutionäre Genetik. „Die wenigen Jungfische, die trotz der widrigen Bedingungen überlebt haben, besitzen offenbar solche Erbanlagen, die wir für die Zukunft der Bestände brauchen. Sie stammen von Eltern, die erst bei höheren Temperaturen zum Laichen kommen und deren Gene müssen unbedingt an die nächsten Generationen weitergegeben werden“, fügt er hinzu.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="767" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-1024x767.jpg" alt="" class="wp-image-14422" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-1024x767.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-1000x749.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-300x225.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-768x575.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-1536x1151.jpg 1536w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2020/10/2006-10-01_GEOMAR_Rippenqualle_Jamileh-Javidpour-1-2048x1534.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Diese Rippenqualle (Mnemiopsis leidyi) ist nur 1,5 Zentimeter groß und wurde in der Kieler Förde fotografiert. Foto: Javidpour Jamileh, GEOMAR.</figcaption></figure>



<p>Aus Sicht der GEOMAR-Wissenschaftler ist er unbedingt erforderlich, die Auswirkungen der aus den USA eingeschleppten Rippenquallen auf das natürliche Nahrungsnetz der Ostsee eingehend zu untersuchen. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, einheimische Räuber oder Nahrungskonkurrenten der ungebetenen Gäste so zu fördern, dass die Ausbreitung der Rippenquallen eingedämmt werden kann.</p>



<p>Wir Angler dürfen damit weiterhin fünf Dorsche am Tag entnehmen, in der Laichzeit von Mitte Mai bis Mitte August sind es nur zwei.</p>



<p>Quelle: GEOMAR</p>
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		<title>Ostsee zum Zweiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2020 08:46:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Ostsee zum Zweiten Nun also auf Dorsch. &#8211; Das Angeln auf Meerforelle vor Warnemünde mit Sven Hille war (unter anderem mit einem 5kg-Fisch) so erfolgreich und schön, dass ich, kaum zu Hause, schon wieder Lust auf Meer hatte. Zudem hatte mich Freund Lars mit den Worten gelockt: „Jürgen, das Wetter passt. Wir haben Westwind, aber... <a href="https://ultimatefishingnews.com/ostsee-zum-zweiten/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ostsee zum Zweiten</p>



<p>Nun also auf Dorsch. &#8211; Das Angeln auf Meerforelle vor Warnemünde mit Sven Hille war (unter anderem mit einem 5kg-Fisch) so erfolgreich und schön, dass ich, kaum zu Hause, schon wieder Lust auf Meer hatte. Zudem hatte mich Freund Lars mit den Worten gelockt: „Jürgen, das Wetter passt. Wir haben Westwind, aber der stört uns nicht“. Lars fischt vor Schönhagen, Eckernförde und südlich der Schleimündung. Westwind kommt dort übers Land und deshalb kann er dort ufernah auch noch bei Windstärke 6 fischen.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-07-1024x639.jpg" alt="" class="wp-image-8759" /><figcaption>Top-Boot und Top-Skipper: Lars war mit seiner Merry Fisher auch beim Tuna-Tagging vor Dänemark dabei<br> </figcaption></figure>



<p>Lars hatte allerdings eingeschränkt, dass es mit Meerforelle
noch „mau“ sei. Keine einzige der schönen Salmoniden seien bislang gefangen
worden. „Das Wasser ist mit 5 Grad noch viel zu warm. Dafür laufen aber gute
Dorsche“.&nbsp; Die Prognose passte mir. Nach
der wunderschönen 5-kg-Forelle, die mir Sven die Woche zuvor an die Rute
gebracht hatte, wäre ich mit Dorsch sehr zufrieden: Ceviche mit Filet vom
Winterdorsch, was Besseres gibt es kaum.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-02-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-8760" /></figure>



<p>Und so kam es dann auch. Am ersten der zweieinhalb Angeltage
galt es zunächst, die Fische zu suchen, ufernah in 7 m Wassertiefe fanden wie
sie. Die Wahl der Köder war für Lars kein Problem: Die Dorsche fressen hier vor
allem Krabben, deshalb haben sie auch einen so einzigartig guten Geschmack“,
erklärte er mir. Und weil die Sonne bis auf den Grund der glasklaren Ostsee
schien, legt Lars auch einige Wobbler mit Krabbenfarbe aus. </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2010-01-10-03b.jpg" alt="" class="wp-image-8761" /></figure>



<p>Eine gute Wahl, wie sich bald zeigte, die Dorsche bissen zunächst zwar sehr spitz und etliche kamen ab, aber jene an Bord spuckten immer wieder Krabben aus. Die Bestätigung, mit der Wahl der Köder richtig gelegen zu haben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-03-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-8762" /></figure>



<p>Am frühen Nachmittag hatten wir dann unser Soll von maximal
10 Dorschen an Bord, darunter Prachtexemplare mit über 70 cm. Was mich
besonders freute: Die meisten Fische hatten keinen Rogen im Bauch, es waren
sognannte Sommerlaicher. Die Winterlaicher waren schon von der Küste weggezogen
in ihre Hochzeitsgefilde in tieferen Zonen.&nbsp;
</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-12.jpg" alt="" class="wp-image-8763" /></figure>



<p>Am Tag darauf war der Morgen noch schön, doch dann zog sich der Himmel zu, es wurde diesig und dunkel, die kupferfarbenen Wobbler brachten keine Fische. „Die Dorsche sehen sie nicht mehr“, sagte Lars und wechselte auf hellere Löffel.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-01-1024x767.jpg" alt="" class="wp-image-8765" /></figure>



<p>Und schon waren wir wieder im Geschäft. Blau-Gelb mit
glänzender Edelstahl-Rückseite war der Bringer.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-04-1.jpg" alt="" class="wp-image-8766" /></figure>



<p>Auch an diesem Tag hatten wir unser Baglimit nachmittags erreicht. Dass dies dem Können von Lars zu verdanken war, wurde mir erneut im Hafen deutlich. Dort sprach uns ein Angler an, der mit seinem Boot auch den ganzen Tag unterwegs gewesen war, aber nur 2 Dorsche gefangen hatte. Am letzten Vormittag kam er dann in unserer Schleppspur angezischt, stellte sich zwischen uns und das Ufer und trollte neben uns her. Das war deshalb ärgerlich, weil wir unsere ideale Tiefenlinie nicht mehr einhalten konnten. Aber bekanntlich straft der Herr, in diesem Fall über Petrus, die kleinen Sünden sofort. Wir hatten einen Dreifach-Biss und konnten alle drei Fische landen. Das war dem armen Kerl dann doch zu viel. Er gab Gas und wir machten und auf den Rückweg. </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1024_2020-01-10-08-1024x697.jpg" alt="" class="wp-image-8767" /></figure>



<p>Lars vakuumierte mir auch diese Filets und mit einem Koffer voll Fisch machte ich mich mit dem ICE auf den Heimweg &#8211; um mir am nächsten Tag selbst ein Ceviche vorzusetzen. Wie das zubereitet wird, findet ihr hier in der Rezeptesammlung.</p>



<p>PS: Einige Tage später rief mich dann Lars an. Mit Gästen
aus seinem seiner Ferienhäuser war er am Fischen. „Dir Dorsche beißen wie
verrückt“, freute er sich. – Er ist halt ein Guter… &nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Ostsee: Zwei Tage Schnureinholer-mit-Fisch-dran</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/ostsee-zwei-tage-schnureinholer-mit-fisch-dran/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2019 19:46:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Um Ausreden bin ich eigentlich nie verlegen. Vor allem, wenn es ums Angeln geht. „1500 km hin und zurück an die Ostsee fahren, nur um zwei Tage zu Angeln?“, hatte meine Frau zweifelnd gefragt und auf meine Antwort hin „Das ist medizinisch indiziert!“, die Augenbrauen noch höher geschraubt. &#160;– Aber ein Stück Wahrheit steckte schon... <a href="https://ultimatefishingnews.com/ostsee-zwei-tage-schnureinholer-mit-fisch-dran/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Um Ausreden bin ich eigentlich nie verlegen. Vor allem, wenn
es ums Angeln geht. „1500 km hin und zurück an die Ostsee fahren, nur um zwei Tage
zu Angeln?“, hatte meine Frau zweifelnd gefragt und auf meine Antwort hin „Das ist
medizinisch indiziert!“, die Augenbrauen noch höher geschraubt. &nbsp;– Aber ein Stück Wahrheit steckte schon in meinem
flapsigen Spruch, wie ich dann vor Warnemünde beim Fischen auf Meerforelle und Dorsch
feststellen musste. Ich bin nach all den inaktiven Monaten im Sommer noch bei
weitem nicht fit genug, um bei einem 5er Wind und starken Meterwellen sicher an
Bord eines Bootes zustehen. Fabian, mit dem ich an die Ostsee gefahren war (oder
besser gesagt, der mich gefahren hat), wusste um meine Physis, und der
Meeresbiologe Sven Hille, der uns eingeladen hatte, merkte das am ersten Angeltag
sehr schnell. Dass beide kein Gewese darum machten, sondern auf mich dezent
Rücksicht nahem, rechne ich beiden hoch an! So wurden die beiden Tage – mit Wind
und Wellen am ersten und Kaiserwetter am zweiten und vor allem Svens Nase für
Fisch zu einem wunderschönen Erlebnis.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-01-1024x691.jpg" alt="" class="wp-image-8733" /><figcaption>5 kg Ostseesilber</figcaption></figure>



<p>Meinem Ruf als „Glücksschwein“ (so hatte mich Freund Lars nach
Riesenlachs und MeFos bei ihm an Bord vor Rügen und Damp getauft) wurde ich
erneut gerecht. Am ersten Tag, keine 5 Minuten aus dem Hafen, kam auch schon der
erste Biss &#8211; und nach kurzem Dill die Landung einer etwa 5 kg schweren, äußerst
verdutzten Meerforelle. Die Freunde und Erleichterung über den Fang waren bei Sven
mindestens genauso so groß wie bei mir. Das Wasser sei noch viel zu warm für ein
gutes Fischen auf MeFos, hatte Sven uns zuvor erklärt. Aber nun hatten wir die größte
der kurzen Saison an Bord und tanzten uns abklatschend um den Fisch, während
bei Sven der Erfolgsdruck sichtlich wich und sich bei mir gelassene Heiterkeit breit
machte.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-02-920x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8734" /><figcaption>Sven freute sich über die Fische ebenso sehr wie wir</figcaption></figure>



<p>Eigentlich wäre nun Fabian an der Reihe gewesen, aber auch die untermaßige Forelle und die gut 65er am folgenden Tag blieben bei mir hängen. Fabian nahms mit der Gelassenheit eines buddhistischen Mönchs &#8211; der er ja nun im Herbst geworden ist: Auf der Fahrt unterhielt Fabian mich mit den Erlebnissen auf seinen Wanderungen während eines Sabbath-Jahres durch Australien, Neuseeland und auch Japan. Dort, um Land der Shogun, hat er den berühmten buddhistischen Pilgerweg Junrei mit 88 Tempeln hinter sich gebracht und in 55 Tagen 1200 km zu Fuß (!!!) zurückgelegt</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-03.jpg" alt="" class="wp-image-8735" /><figcaption>Fabian schickte mit nun das Foto: 1200 km zu Fuß in 55 Tagen. Da muss man gelassen werden&#8230;</figcaption></figure>



<p>Japaner nennen diese Pilgerreise Henro und die Pilger, die
in weißer Kleidung unterwegs sind, respektvoll o-Henro-san. Ein wenig von dem Henro
muss auf ihn abgefärbt sein, er freute sich jedenfalls über meine Mefos ebenso
wie über jeden der vielen und schönen Dorsche, die wir in den zwei Tagen fingen.
</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-04-1024x711.jpg" alt="" class="wp-image-8736" /><figcaption>Doppelter Spaß im Doppeldrill</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-05-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-8737" /><figcaption>Fabians bester</figcaption></figure>



<p>Unseren Erfolg verdankten wir aber letztlich allein der Erfahrung
und dem Können von Sven. Der Meeresbiologe weiß nicht nur, wo und warum große
Meerforellen vor Warnemünde stehen (wegen der Physiologie ihrer Haut). Er geht die
Angelei auch mit fast schon wissenschaftlicher Akribie an. Immer wieder hatte er
eine abgebrochenen Rutenspitze in der Hand, an der ein Meter Schnur mit einem
leichten Blinker hing. </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-07-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8738" /><figcaption>Erfolgsblinker vom Thünen-Institut</figcaption></figure>



<p>Mit dessen Lauf prüfte er dann, ob Strom, Wind und Bootsmotor, dem Blinker das richtige attraktive Spiel mitgaben. Dieses Prüfen, die Wahl der richtigen Blinkerfarbe (grün-gelb) und das „richtige“ Revier, aus dem Hafen links rum nach Westen, waren der Schlüssel zu unserem Erfolg. </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-09-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8742" /></figure>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_2019-12-29-08-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-8739" /><figcaption>Meeerforelle graved, mindestens. </figcaption></figure>



<p>Wie groß der war, zeigte sich beim Filetieren (das auch Sven mit routiniertem Tempo erledigte) im Hafen. An jenem Samstag waren weit über 20 Boote draußen und viele hatten nichts gefangen. Die Blicke der manchmal wortlos vorbeilaufenden Angler verriet jedenfalls einiges über deren Gemütszustand. Unserer war heiter. Dass Fabian und ich auf Svens Boot insoweit nur erfolgreiche Schnureinholer-mit-Fisch-dran waren, ist mir bei dieser anspruchsvollen Angelei durchaus bewusst. Aber das minderte unseren Spaß kein bisschen. – Ein ganz dickes Danke dafür, Sven!</p>
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		<title>Fanglimit für Ostseedorsch wird angehoben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2018 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bestand der Dorsche in der westlichen Ostsee hat sich wieder so gut erholt, dass die Fangbeschränkungen ab 2019 gelockert werden sollen. Freizeitangler sollen dann ganzjährig bis zu 5 Dorsche am Tag entnehmen dürfen. Der Bestand der Dorsche in der westlichen Ostsee hat sich wieder so gut erholt, dass die Fangbeschränkungen ab 2019 gelockert werden... <a href="https://ultimatefishingnews.com/fanglimit-fuer-ostseedorsch-wird-angehoben/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bestand der Dorsche in der westlichen Ostsee hat sich wieder so gut erholt, dass die Fangbeschränkungen ab 2019 gelockert werden sollen. Freizeitangler sollen dann ganzjährig bis zu 5 Dorsche am Tag entnehmen dürfen. Der Bestand der Dorsche in der westlichen Ostsee hat sich wieder so gut erholt, dass die Fangbeschränkungen ab 2019 gelockert werden sollen. Freizeitangler sollen dann ganzjährig bis zu 5 Dorsche am Tag entnehmen dürfen. Das Fangverbot im Winter während der Laichzeit wird ebenfalls aufgehoben. Der Vorschlag der EU-Fischereikommission soll auf dem Treffen der EU-Fischereiminister am 15-16. Oktober beschlossen werden. Zudem ist der der Bestand der Lachse in der Ostsee so gut, dass die kommerzielle Fangmenge von gut 91.000 Fischen in diesem Jahr auf rund 105.000 im kommenden Jahr erhöht werden soll. – Schlecht sieht es dagegen für den Hering aus, seien Quote wird  für Berufsfischer um 26% gekürzt.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-09/K1024_shutterstock_148764992.JPG" style="width: 666px;height: 441px" /></p>
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		<title>Friederike und die Tage danach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2018 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun, zugegeben, mein Freund Lars Schrader hatte mich gewarnt: „Am Donnerstag (18. Januar) soll ein Sturm aufziehen, womöglich hat die Bahn dann ein Problem. Danach sind Wind und Wetter aber gut“. Es war mein dritter Anlauf,  eine schöne Meerforelle zu fangen. Zwei Termine mit Lars hatte der Wind schon verweht und ich war wild entschlossen:... <a href="https://ultimatefishingnews.com/friederike-und-die-tage-danach/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, zugegeben, mein Freund Lars Schrader hatte mich gewarnt: „Am Donnerstag (18. Januar) soll ein Sturm aufziehen, womöglich hat die Bahn dann ein Problem. Danach sind Wind und Wetter aber gut“. Es war mein dritter Anlauf,  eine schöne Meerforelle zu fangen. Zwei Termine mit Lars hatte der Wind schon verweht und ich war wild entschlossen: 700 km von Karlsruhe nach Kiel wollte ich mit der Bahn fahren und dann weiter mit einem Mietwagen nach  Schönhagen (unweit von Eckernförde), wo eines der beiden Urlaubshäuser von Lars für mich bereitstand.<br />
Dass aus dem Wintersturm der Orkan „Friederike“ wurde, erfuhr ich dann eine halbe Zugstunde von Kiel entfernt. „Zurück nach Hamburg“ hieß es, wo ich dann 2 Stunden später mit viel Glück einen Mietwagen erwischte, dann zwei Stunden auf der A7 in einem Stau verbrachte, deren Vollsperrung   und Ausleitung in die Pampa wegen eines querstehenden LKW bei Kaltenkirchen erduldete und dort in Dunkelheit und Schnee herumirrte, bis ich ein Ortsschild „Hoffnung“ sah. – Nein, es war keine Halluzination, wie ich später im Internet herausfand. Der Ortsteil von Alveslohe heißt wirklich so.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 805px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-01.jpg" alt="" /><br />
Ich sah also „Hoffnung“ und tatsächlich wurde dann alles gut: Ich hatte die richtige Peilung und kam abends etwas k.o. aber gleichwohl aufgekratzt und voller Erwartungen in Schönhagen an. -Den Schlachtplan für Freitag hatten wir schnell klar gemacht: „Der erste Tag nach solch einem Sturm ist für die Fische schwierig, sie sortieren sich neu und wir müssen sie suchen“, hatte Lars gesagt und hinzugefügt: „Nach all den Mühen fängst Du bestimmt!“<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 420px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-02.jpg" alt="" /><br />
Und so starteten wir am Freitag auf Lars‘ 7 m Boot, einer Janneau Merry Fisher. In ihrer Kabine verbreitete die Standheizung wohlige Wärme, während draußen die feucht-kalten Nachwehen von Friederike langsam abflauten und neun Schlepplöffel in verschiedenen Tiefen ihre Bahnen zogen. Von Damp aus suchten wir die Küste zunächst in der einen Richtung ab, fingen aber „nur“ einige (überaus willkommene) Dorsche.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 437px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-03.jpg" alt="" /><br />
Lars mit seiner über 25-jährigen Revierkenntnis wusste die Zeichen zu deuten. „Ich kann mir denken, wo sie stehen“, sagte er, und: „Am Samstag und Sonntag fangen wir. Versprochen“.  Und so kam es dann auch: Am Samstag fanden wir mit dem Echolot große Schwärme  von Sandaalen und hatten auch sofort die ersten Dorsche.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 302px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-04.jpg" alt="" /><br />
Sie favorisierten die grün-weißen Löffel an unseren 9 ausgelegten Ruten. Wir schleppten vom Boot aus gesehen ein W-förmiges Muster. Die äußeren Schenkel bestanden aus den drei Ruten an den Scheerbrettchen und je einer Downriggerrute. Der mittlere Punkt des „W“ war die Center-Line rund 90 m hinter dem Boot. Alle Köder bekamen Planer-Bleie mit 15-25 gr. vorgeschaltet und liefen von außen flach nach innen tief.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 334px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-05.jpg" alt="" /><br />
Die neuen Scheerbretter, die Lars im Einsatz hatte sind top: Die „Black Beast“ aus Schweden haben einen leichten geschlossenporigen Schaumkörper und sind sehr viel leichter einzuholen als andere Modelle. Am mittleren auf der Steuerbordseite bekamen wird dann noch am Vormittag einen vehementen Biss.  &#8211; Und wenig später kescherte Lars eine 5 kg schwere und 72 cm lange und feiste Meerforelle. – Mein personal best!<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 398px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-06.jpg" alt="" /><br />
Ich weiß nicht was größer war, meine Freude oder Lars‘ Erleichterung, dass die „Mission“ erfüllt war. Jedenfalls titulierte ich ihn dann im Überschwang als mein „Glücksschwein“, schließlich hatte er mich im Frühjahr 2017 vor Rügen auch zu meinem personal best Lachs mit 18 kg geführt. Lars meinte „nein, nein, umgekehrt, du bist MEIN Glücksschwein“, weil ich die Fangstatistiken seines Bootes nach oben treibe. Wir bekräftigten dann gegenseitig unseren Ruf am Sonntag mit weiteren 9 Meerforellen, darunter waren 3 mit 53-60 cm und 2 x 5 entnommenen Dorschen (dem bag limit) von mehr als 20 im Beifang.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 801px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-07.jpg" alt="" /><br />
Die Fische nahmen alle angebotenen Köder &#8211; vom Apex bis zum Wobbler &#8211; und waren wie im Fressrausch. An Bord spuckten dann Dorsche und Meerforellen immer mal wieder Sandaale aus, die teils noch lebten.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 460px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-08.jpg" alt="" /><br />
Wir verlegten dann die Downriggerruten ins Mittelwasser und wechselten auf Apex, aber die Dorsche schossen trotz einer Wassertemperatur von 2,4° C nach oben, um auch diese Köder zu attackieren.  Satt gefischt und glücklich traten wir nachmittags um 3 Uhr bei eigentlich noch bester Beißzeit die Rückfahrt an.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 447px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-00.jpg" alt="" /><br />
Auf der Rückreise am Montag hatte ich dann mit dank der Fische von Lars, die er mir überließ, schließlich 16 kg Filet im Gepäck. Die zuverlässig-unzuverlässige Deutsche Bahn  „schenkte“ mir dann auch mit erneuten Pannen nochmals vier Stunden zusätzliche Reisezeit (Wäre sie ein Pferd, man müsste es erschießen!).  Zeit genug also zum Resümieren und Lars im Stillen zuzustimmen:  „Wir haben hier so gute Fischgründe, da muss man nicht nach Norwegen“, hatte er gesagt. Und das stimmt: Weite Anreisen kann man sich sparen und angelnd und mit Familie an der Ostsee relaxen. Neben Meerforelle und Dorsch (bestens von Oktober bis Mitte März) fängt Lars auch Seelachs und vermittelt Familienväter, die mit ihren Kindern Schollen in Überpfannengröße fangen wollen im Sommer an den Naturköderspezialisten und Guide Matthias.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 453px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-09.jpg" alt="" /><br />
Lars ist aber kein professioneller Skipper. Schlepp- und Wrackfischen mit ihm können nur Kunden, die eines seiner beiden Ferienhäuser mieten. Die beiden großen Luxushäuser liegen keine 200 m vom Ostseestrand entfernt, haben bis zu 5 Schlafzimmer und unter anderem einen Wellnessbereich mit Sauna und Fitnessgeräten, Dampfdusche, Whirlpool, Solarium, Kaminofen, W-Lan und, und …<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 453px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-10.jpg" alt="" /><br />
Und nun nochmals zu den Dorschen: Lars hatte sie unter Berufung auf  mir nicht bekannte Quellen als die „geschmacklich besten weltweit“ bezeichnet. Sie seien so gut, weil sie sich dort vor allem von Krabben ernährten. – Nun, nach einem Test am Dienstag mit Cebiche (roher Fisch in Limettensaft mit Koriander und Chili) gab ich Lars auch in diesem Punkt recht. Der Geschmack war einfach unglaublich!  Das Rezept dazu werde ich hier nachreichen.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 444px" src="/files/images/2018-01/2018-01-24-11.jpg" alt="" /><br />
Und noch eine gute Nachricht. Der Dorschbestand in der westlichen Ostsee erholt sich enorm!  Im vergangen Jahr lag er bei etwa 12.900 Tonnen. Das Minimum für die Bestandserhaltung liegt dem Thünen-Institut zufolge bei 27.400 Tonnen. Nun wird aber der starke Nachwuchsjahrgang 2016 geschlechtsreif und wird von den Biologen auf bis zu 65 000 Tonnen geschätzt!<br />
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hält deshalb eine Erhöhung der Fangquote für uns Angler von 5 Dorschen am Tag (bzw. 3 in der Laichzeit) für möglich. Ende Mai soll laut einem Bericht der „Bild“ entschieden werden, wenn der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) seine Empfehlungen vorgelegt habe.<br />
Kontakt:  www.ferienhaus-ostsee-angeln.de</p>
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		<title>Schleswig-Holstein wirbt um Angler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2017 15:28:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem der Angeltourismus auf Dorsch an der Ostsee wegen rabiater Fangquotenbeschränkungen eingebrochen ist, ist nun sogar die Landesregierung aufgewacht &#8211; und schüttet Fördergelder für die Werbung ums Angeln aus! Rückgang des Angeltourismus schreckt Politiker auf   Ich habe hier schon mehrfach über den Wirtschaftsfaktor Freizeitangeln berichtet. Darüber, dass die USA  uns in der Förderung des... <a href="https://ultimatefishingnews.com/schleswig-holstein-wirbt-um-angler/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der Angeltourismus auf Dorsch an der Ostsee wegen rabiater Fangquotenbeschränkungen eingebrochen ist, ist nun sogar die Landesregierung aufgewacht  &#8211; und schüttet Fördergelder für die Werbung ums Angeln aus! </p>
<div style="text-align: center">
	Rückgang des Angeltourismus schreckt Politiker auf</div>
<p> <br />
Ich habe hier schon mehrfach über den Wirtschaftsfaktor Freizeitangeln berichtet. Darüber, dass die USA  uns in der Förderung des Hobbyangelns um Jahre voraus sind und zuletzt darüber, dass die EU uns  mehr Rechte und Rücksichtnahme zubilligen wird.  Schließlich bringen 8,7 Millionen Angler europaweit mit ihrem Hobby pro Jahr einen ökonomischen Gesamtnutzen von 10,5 Milliarden Euro und sichern fast 100.000 Arbeitsplätze. &#8211; Dass wir Angler nun auch im eigenen Land als Wirtschaftsfaktor erkannt und anerkannt werden, ist somit nur konsequent: Nachdem der Angeltourismus auf Dorsch an der Ostsee wegen rabiater Fangquotenbeschränkungen eingebrochen ist, ist nun sogar die Landesregierung aufgewacht  &#8211; und schüttet Fördergelder für die Werbung ums Angeln aus!<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2017-12/2017-12-17-01.jpg" style="width: 666px;height: 407px" /><br />
Gemeinsam mit Kutter-Kapitänen wirbt die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein nun in einer Image-Kampagne für das Meeresangeln. Das Land unterstützt diese Werbung mit bislang 27.500 Euro.  Im Zentrum der Kampagne steht ein Werbefilm in Youtube, mit dem Anglern Lust auf die westliche Ostsee gemacht werden soll.<br />
 „Ob Dorsch, Plattfisch, Meerforelle oder Hering und Hornhecht, Angeln ist immer ein echtes Erlebnis – immer noch und gerade jetzt“, heißt es dort.<br />
Immer und gerade jetzt???- Allein von dem trotzigen Unterton und bunten Bildchen werden sich Angler aber kaum überzeugen lassen, wenn die Fangquoten für sie  weiterhin so niedrig bleiben.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2017-12/2017-12-17-02.jpg" style="width: 666px;height: 645px" />  <br />
Ich bin mir sicher:  Diese Abstimmung mit dem nicht umgedrehten Zündschlüssel wird die Wirtschaftsexperten der Fördergesellschaften in nicht allzu ferner Zukunft zu dem Schluss kommen lassen, dass WIR  für den Wohlstand an der Küste bedeutender sind als die industrielle Fischerei.<br />
Dabei wäre es schon heute möglich, dass Kutter oder Fangrechte von Stellnetzfischern an der Küste aufgekauft werden können. Reich gefüllte Fördertöpfe wie die folgenden gibt es der Entwicklungsgesellschaft zufolge genug:<br />
EFRE: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung<br />
GRW: Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“<br />
ESF: Europäischer Sozialfonds<br />
SH-Landesmittel<br />
Metropolregion Hamburg: Förderfonds HH/SH<br />
Interreg Va Deutschland-Danmark<br />
„Kein Ostsee-Liebhaber muss Rute und Rolle aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den Haken hängen“, heißt es nun in der Image-Kampagne unfreiwillig komisch.  Damit an der Rute ein Haken und daran bald wieder genug Fisch hängt, muss für UNS der Schluck aus der Pulle größer und für die Berufsfischer kleiner werden. Politiker kommen deshalb um eine neue Quotenpolitik nicht umhin. Die Kampagne ist trotzdem ein gutes Zeichen: Der Druck auf  die für die Fischerei verantwortlichen Agrarminister nimmt auch bei uns  zu.  &#8211; Endlich!</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>EU erkennt wirtschaftliche  Bedeutung der Meeresangler</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/eu-erkennt-wirtschaftliche-bedeutung-der-meeresangler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Für die rund 8,7 Millionen Meeresangler in Europa bricht womöglich eine neue Ära an: Der Ausschuss für Fischerei (PECH) des EU-Parlaments hat eine Studie erstellen lassen, in der die Meeresangelei erstmals als „wirtschaftlich bedeutender Bereich“ bezeichnet wird. Das Meeresangeln solle neben der kommerziellen Fischerei und Aquakultur als Wirtschaftsfaktor gefördert werden. Studie: Interessen der Hobbyangler sollten... <a href="https://ultimatefishingnews.com/eu-erkennt-wirtschaftliche-bedeutung-der-meeresangler/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die rund 8,7 Millionen Meeresangler in Europa bricht womöglich eine neue Ära an: Der Ausschuss für Fischerei (PECH) des EU-Parlaments hat eine Studie erstellen lassen, in der die Meeresangelei erstmals als „wirtschaftlich bedeutender Bereich“ bezeichnet wird. Das Meeresangeln solle neben der kommerziellen Fischerei und Aquakultur als Wirtschaftsfaktor gefördert werden. </p>
<div style="text-align: center">
	Studie: Interessen der Hobbyangler sollten stärker berücksichtigt werden</div>
<p>Für die rund 8,7 Millionen Meeresangler in Europa bricht womöglich eine neue Ära an: Der Ausschuss für Fischerei  (PECH) des EU-Parlaments hat eine Studie erstellen lassen, in der die Meeresangelei erstmals als „wirtschaftlich bedeutender Bereich“ bezeichnet wird. Das Meeresangeln solle neben der kommerziellen Fischerei und Aquakultur als Wirtschaftsfaktor in der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) weiterentwickelt und gefördert werden, heißt es in dem Papier (Research for PECH Committee Marine recreationaland semi subsistence fishing ist value and ist impact on fish stocks).<br />
Die Aufnahme des Meeresangelns in die GFP hätte für uns weitreichende Folgen: Unsere Belange würden verrechtlicht und müssten bei der Vergabe von Fangmengen ebenso berücksichtigt werden, wie der kommerziellen Fischerei – etwa bei Quoten für Blauflossenthun, oder beim Wolfsbarsche in der Nordsee und dem Dorsch in der westlichen Ostsee:  Bei beiden Arten sind Freizeitangler für rund 27 Prozent der Gesamtentnahme verantwortlich und können auf diese Quote künftig auch pochen.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2017-11/K1600_cast1k_381297133.JPG" style="width: 666px;height: 445px" /> <br />
Der EU-Fischereiausschuss PECH ist auch zuständig für die Geldtöpfe zur Unterstützung des Fischereisektors insgesamt. Die Studie empfiehlt mit Blick darauf und wegen der großen ökonomischen Bedeutung etwa in strukturschwachen Küstenregionen, die marine Freizeitfischerei innerhalb der GFP grundsätzlich zu berücksichtigen und stärker zu fördern. Mit Finanzspritzen aus den Milliardentöpfen und Programmen wie „Blue Economy“ und „MedFish4ever“ könnte der Angeltourismus europaweitbeflügelt werden: Etwa mit neuen Marinas oder Slipanlagen, mit Beschränkungen der Stellnetzfischerei zugunsten des Angelns im Winter auf Lachs vor Rügen, oder mit Finanzspritzen für den Start neuer Charterbetriebe am Mittelmeer.<br />
Die Studie zufolge  bringen 8,7 Millionen Angler europaweit mit ihrem Hobby pro Jahr einen ökonomischen Gesamtnutzen von 10,5 Milliarden Euro. EU-weit seien fast 100.000 Arbeitsplätze vom Meeresangeln abhängig.  In Deutschland beträgt der wirtschaftliche Gesamtnutzen durch das Meeresangeln 176 Millionen Euro, wodurch etwa 2000 Vollzeitarbeitsplätze unterstützt werden. Im Schnitt gibt ein deutscher Meeresangler demnach 677 Euro pro Jahr für sein Hobby aus.<br />
Die Studie erkennt nun die marine Freizeitangelei als wichtigen Wirtschaftssektor an. Bei der Neuausrichtung der GEP bis zum Jahr 2020 werden die EU-Parlamentarier dies berücksichtigen.</p>
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		<title>EU entdeckt wirtschaftliche Bedeutung von Meeresanglern</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/eu-entdeckt-wirtschaftliche-bedeutung-von-meeresanglern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2017 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Die EU-Kommission will den Tourismus an Europas Küsten ankurbeln und hat dabei auch die wirtschaftliche Bedeutung von uns Meeresanglern anerkannt. Im Rahmen einer auf mehrere Jahre angelegten „Europäischen Strategie  für mehr Wachstum und Jobs im küstennahen und maritimen Tourismus“ wurden nun  im April erste Arbeitsdokumente veröffentlicht. Der amtierende  EU-Kommissar Umwelt, Maritime Angelegenheiten, Kamenun Vella, ließ... <a href="https://ultimatefishingnews.com/eu-entdeckt-wirtschaftliche-bedeutung-von-meeresanglern/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU-Kommission will den Tourismus an Europas Küsten ankurbeln und hat dabei auch die wirtschaftliche Bedeutung von uns Meeresanglern anerkannt. Im Rahmen einer auf mehrere Jahre angelegten „Europäischen Strategie  für mehr Wachstum und Jobs im küstennahen und maritimen Tourismus“ wurden nun  im April erste Arbeitsdokumente veröffentlicht.<br />
Der amtierende  EU-Kommissar Umwelt, Maritime Angelegenheiten, Kamenun Vella, ließ dazu bewerten, wie die Wirtschaft rund um den nautischen Tourismus (NT) ausgebaut werden kann. In einem ersten Dokument werden verschieden Sektorten rund um den NT bewertet. Demnach schafft dieser Tourismus  234.000 Arbeitsplätze und generiert  einen Umsatz von 28 Milliarden Euro im Jahr. Davon werden 59% Prozent an den Mittelmeerküsten der EU erwirtschaftet. An den EU-Küsten sind über 6 Millionen Sport- und Freizeitboote unterwegs (davon 60.000 Charterboote), die einen Umsatz von 6 Milliarden Euro generieren.<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 423px" src="/files/images/2017-05/2017-05-01-03.jpg" alt="" /><br />
Zu unserem Hobby heißt es: Das der Erholung dienende Angeln (recreational fishing) ist ein beliebte Freizeitaktivität in Europa und integraler Bestandteil des Lebens in Kommunen  an den Küsten. Laut einer noch nicht veröffentlichten Studie der der ICES Arbeitsgruppe zum Hobbyangeln (Working Group on Recreational Fisheries Surveys -WGRFS) gehen im Jahr etwa 6,3 Millionen Meeresangler rund 57 Millionen Tage angeln ( 9,6 Tage im Durchschnitt). Sie gaben im Jahr 2015 für ihr Hobby dafür 4,9 Milliarden Euro aus.<br />
Weiter heißt es: „Diese  Summen werden oft in Kommunen an den Küsten ausgegeben und unterstützen damit die lokale Wirtschaft wie  Angelgeräte-Händler, Hotel Restaurants Boots, Angelgeräteverleih,  Charterboot-Skipper und Angel-Guides.“<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 531px" src="/files/images/2017-05/2017-05-01-02.jpg" alt="" /><br />
In dem  Papier der WGRFS  von 2015 fordert die Arbeitsgruppe übrigens eine stärkere Beachtung des Freizeitangelns beim Erstellen nationaler Bewirtschaftungspläne &#8211; wie etwa nun geschehen beim  Angeln auf Ostseedorsch.<br />
https://ices.dk/sites/pub/Publication%20Reports/Expert%20Group%20Report/SSGIEOM/2015/WGRFS_2015.pd<br />
<img decoding="async" style="width: 666px;height: 432px" src="/files/images/2017-05/2017-05-01-04.jpg" alt="" /><br />
EU-Kommissar Vella will nun aber anscheinend die wirtschaftliche Bedeutung des „recreational fishing“ mehr als seien Vorgängerin Maria Damanaiki beim Ausbau des „nautischen Tourismus“ berücksichtigen. Kein Wunder: Der maltesische Politiker denkt in andere Kategorien. Er war Vorstandsvorsitzender einer maltesischen Hotelkette und Tourismusminister in Malta, bevor er EU-Kommissar für Fischerei wurde. Wikipedia zufolge war Vella „bei der Vergabe der Fangquoten für das Jahr 2015 federführend für die Abkehr der durch Nachhaltigkeit geprägten Politik seiner Vorgängerin Maria Damanaki“.<br />
Hier die EU-Strategie mit Links zu weiteren Papieren<br />
(<a href="https://ec.europa.eu/maritimeaffairs/sites/maritimeaffairs/files/swd-2017-126_en.pdf">https://ec.europa.eu/maritimeaffairs/sites/maritimeaffairs/files/swd-2017-126_en.pdf</a>)<br />
WGRF-Papier  2015<br />
https://ices.dk/sites/pub/Publication%20Reports/Expert%20Group%20Report/SSGIEOM/2015/WGRFS_2015.pdf</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Lachsfischen auf Rügen: Mein größter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2017 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die schlechteste  Lachssaison seit langem“, sagten sie, und: „Wind, immer nur Wind!“  &#8211; Nun denn. Ich bin trotzdem über Ostern für eine Woche mit meiner Frau nach Rügen gefahren, zum Wandern und Seele baumeln lassen.  Angeln wollte ich, wenn es halt ging. Diese „Stand-By-Option“ hatte mir Skipper Patrick Baier ermöglicht:  Sein künftiger Kunde Lars fischte... <a href="https://ultimatefishingnews.com/lachsfischen-auf-ruegen-mein-groesster/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Die schlechteste  Lachssaison seit langem“, sagten sie, und: „Wind, immer nur Wind!“  &#8211; Nun denn. Ich bin trotzdem über Ostern für eine Woche mit meiner Frau nach Rügen gefahren, zum Wandern und Seele baumeln lassen.  Angeln wollte ich, wenn es halt ging. Diese „Stand-By-Option“ hatte mir Skipper Patrick Baier ermöglicht:  Sein künftiger Kunde Lars fischte mit seinem 7 m Boot und Freund Wolfgang in derselben Woche von Lohme aus und hatte angeboten mich mitzunehmen, „wenn es passt“.<br />
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Lohme, das ist ein kleiner Ort im Nordosten der Insel, mit einem kleinen Hafen, der über 100 steile Stufen zu erreichen ist und dem Cafe Niedlich, geöffnet von 13.00-18.00 Uhr, mit „Toast Hawaii“ auf der Speisekarte und zwei Dixie-Klos für die Gäste hinterm Haus.<br />
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Das Angeln passte dann zwischen den Stürmen zwei halbe und einen ganzen Tag: Am ersten halben, dem Ostersamstag, hatte zunächst ein knapp maßiger, aber stark blutender Lachs sein Leben gelassen. Einen frischen Sandaal aus dessen Magen montierte Lars dann auf ein Köderfischsystem, auf den der zweite und letzte Lachs des Tages einstieg. „Das ist ein guter!“, meinte Lars bei der ersten Flucht mit Kennermine,  schickte Wolfgang ans Steuer und machte an Deck Klarschiff.<br />
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„Das ist auf jeden Fall mein größter“, erwiderte ich, als der Fisch an die Oberfläche kam und ich den Abstand zwischen Rücken- und Schwanzflosse registrierte. Spannend wurde dann die Schlussphase des Drills bei Windstärke 6. Weil wir wegen der ausgelegten Ruten weiter fuhren, legte sich der Fisch immer und immer wieder quer zum Schraubenwasser, bis Lars ihn dann doch im Kescher an Bord hieven konnte.<br />
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Bei seinem Anblick  zitterten mir dann allerdings etwas die Knie  vor Aufregung: 115 cm lang und 18 kg schwer, war es der schwerste Lachs den ich bis dahin gefangen habe! Mein persönlicher, aber kein Bordrekord: Wolfgangs schwerster wog 20,5 kg (!). „So hoch wie lang“, witzelte er.<br />
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Den zweiten halben Tag blieben wir Schneider. Die letzte Ausfahrt am Freitag nach Ostern bei strahlendem Sonnenschein war dann aber wieder ein Highlight. Mein Freund Jörg-Dieter Haselhorst mit gefühlten Ewigkeiten an Lachs-Erfahrung vor Rügen fischte neben uns und gab mir den Tipp, „Sprotten am System und Flasher auf  60 Fuß“. Es half:  Auf Naturköder, aber auch Löffel hatten wir insgesamt 10 Bisse und konnten 5 davon verwerten. Ein untermaßiger Lachs wurde zurückgesetzt, die anderen wogen zwischen 6 und knapp 10 kg.<br />
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Lars drillte noch einen Riesen: Der Fisch nahm 200 m Schnur und zog das gelbe Sideplaner-Brettchen unter Wasser wie einst der Weiße Hai die gelben Tonnen in Spielbergs Film. Lars konnte den Fisch bis auf etwa 40 m ans Boot drillen, dann löste sich der Haken.<br />
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Gesehen haben wir den Lachs leider nicht, wegen seiner Kraft in dem immerhin noch 4,5° C kalten Wasser schätzte ihn Lars auf „deutlich über 20 kg“. Ein ebenfalls sehr großer Fisch ging auf einem anderen Boot nach halbstündigem Drill durch Schnurbruch verloren.  „Ende der Saison sind die größten unterwegs, und immer oberflächennah“, erklärte mir Jörg-Dieter.<br />
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Ansonsten: Wandern im Jasmund-Park  am Kreidefelsen, durch Buchen-Wälder entlang der Steilküste  und mit Blick auf die Ostsee, das hat schon was, selbst bei 4-5° C Lufttemperatur und Wind, wenn die Sonne scheint. Aber auch Hühnergötter (Feuersteine mit Loch)  suchen am Strand  macht Spaß und vor allem ein Besuch im Stralsunder Meeresmuseum mit den vielen Kaltwasseraquarien.<br />
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Besonders beeindruckend ist der große Show-Room mit Wal-Modellen in Originalgröße von einem Pottwal im „Kampf“ mit einem Humboldt-Kalmar bis hin zu einem etwa 30 m langen Blauwal. In dem kreisrunden und abgedunkelten Saal sitzt oder ruht man auf Liegen, schaut von unten zu den Walen und einer grün-blau animierten Wasseroberfläche empor und lauscht Wal-Gesängen. „Die Natur ist beeindruckend, da wird man ganz klein“, sächselte ein Vater neben mir zu seinen Kindern. Mir gingen dagegen die Schautafeln in der Abteilung Ausbeutung der Meere durch den Kopf:<br />
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