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	<title>Kenia &#8211; UltimateFishingNews.com</title>
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	<title>Kenia &#8211; UltimateFishingNews.com</title>
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		<title>1.850 Fuß Tiefe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 14:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Schwertfisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Reich der Schattenjäger Noch einmal auf Schwertfisch! Dieser Gedanke verfolgt mich seit mehr als 30 Jahren. Genauer: Seit der Nacht auf den 16. Dezember 1993. Der Nacht, in der ich vor Kenia meinen ersten Schwertfisch fing, mit Skipper Andrew Wright auf der „Snow Goose“, 68 kg wog der Broadbill. Für einen Schwertfisch nicht sonderlich... <a href="https://ultimatefishingnews.com/1-850-fuss-tiefe/">mehr</a>]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Im Reich der Schattenjäger</h2>



<p><em>Noch einmal auf Schwertfisch!</em> Dieser Gedanke verfolgt mich seit mehr als 30 Jahren. Genauer: Seit der Nacht auf den 16. Dezember 1993. Der Nacht, in der ich vor Kenia meinen ersten Schwertfisch fing, mit Skipper Andrew Wright auf der „Snow Goose“, 68 kg wog der Broadbill. Für einen Schwertfisch nicht sonderlich schwer, aber unvergleichlich stärker als jeder Marlin oder Thun in dieser Gewichtsklasse. Vor allem sein Kampfverhalten beeindruckte mich: Kein „show-time“-Fisch, der mit wilden Fluchten oder Sprüngen seine Kraft unnötig verausgabt, eher ein Taktiker in der Tiefe, einer der weiß, was er macht. Schwertfische sind die wahren Herrscher der See, sie greifen alles an, was ihnen zu nahekommt. Eigene Artgenossen und selbst ihren Todfeind, den Mako-Hai. Nicht umsonst lautete ihr wissenschaftlicher Name einst Xiphias imperator, der „Kaiser mit dem Schwert“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="686" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001-686x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17762" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001-686x1024.jpg 686w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001-201x300.jpg 201w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001-768x1146.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001-1030x1536.jpg 1030w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001-1000x1492.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/001.jpg 1301w" sizes="(max-width: 686px) 100vw, 686px" /></figure>



<p>Schwertfische habe ich später auch in der Adria und um Mallorca gefangen. Auf der Suche nach einem größeren als meinem ersten war das vergeudete Liebesmüh. Im überfischten Mittelmeer kam keiner der Schwertfische auch nur annähernd an das Gewicht des Kenia-Fisches heran.</p>



<p>Endlich Rentner, wollte ich meinen Traum Wirklichkeit werden lassen und im März ‘19 noch einmal auf ‚richtige‘ Schwertfische angeln, im Norden Neuseelands, um die sagenumwobenen Three Kings Islands, wo große mit 300 kg und mehr vorkommen und wo man eine spezielle Lizenz braucht, um dort fischen zu dürfen. Flug und Boot waren gebucht und bezahlt. Doch ich landete im Januar wegen einer bösen Erkrankung für Monate in einer Klinik. Viel Zeit zu träumen: <em>Noch einmal Schwertfisch?</em></p>



<p><em>Klar</em>,<em> wenn ich kann</em>, sagte ich mir, dann aber zurück zu den Anfängen. Nach Kenia. Dort wurden schon immer Broadbills gefangen. Vor allem nachts, aber auch schon einige am Tag beim Deep Drop in 1.850 Fuß Tiefe. Kenia, das war schon immer meine Wahlheimat. Dort hatte ich das Big Game auf der Snow Goose mit Skipper Andrew Wright gelernt, Segelfisch-, Marlin- und Hai-Rekorde aufgestellt und vor allem stimmte auch der Beifang und die relaxte Atmosphäre.</p>



<p>Ich buchte also gemeinsam mit meinem Freund Micha den besten Skipper vor Ort, Peter Darnborough und seine „Alleycat“, für 5 Ausfahrten zum Fischen am Tag auf den Imperator.</p>



<p>Was mir dann im März 2023 widerfuhr, wühlt mich immer noch auf: Wir fuhren am ersten Tag hinaus an einen Unterwasserberg, und hatten zunächst 3 Stunden Kurzweil mit Beifang von einem kleinen Marlin, über Wahoo bis hin zu Yellowfins und großen Mahi Mahi.</p>



<p>Am Berg angekommen, machte ich die Augen weit auf, um die Technik des Deep Drop in der Praxis zu sehen. Geriggt wurde wie auf der folgenden Grafik, mit leichten Modifikationen: Wir fischten mit einer 50W-Rolle, gefüllt mit knapp 1.000 m 80 lb geflochtener Hauptschnur. Verbunden wurde sie per Albright Knot mit dem etwa 30 m langen Top-Shot (Mono, 250 lb Tragkraft).</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="768" height="817" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/002.jpg" alt="" class="wp-image-17763" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/002.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/002-282x300.jpg 282w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Kurz vor dem Leader befestigte Pete dann eines der klassischen, grünen Knicklichter und entschied sich für einen Circle-Hook, anstatt der Salmon-Hooks, die die Skipper vor Kenia auch beim Night Trolling auf Broadbill nutzen. Diese Haken haben zwar einen weiten Bogen (was gut ist), ihr Widerhaken mit scharfer Schneide ist aber überaus groß. „Wir hatten schon viele Fehlbisse beim nächtlichen Trolling auf Schwertfisch, sagte Pete. Also dann, ein Circle Hook. Nun wurden der Köder (ein Belly Strip vom frisch gefangenen Mahi) und der Top-Shot ausgelassen.</p>



<p>Dann befestigte Pete kurz unterhalb der Verbindung des Top Shots zur Hauptschnur eine etwa 10 m lange Mono-Reißleine und an deren Ende wiederum ein etwa 7 kg schweres Betongewicht. &nbsp;Abreißmontage wie beim Wallerfischen, dachte ich.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="768" height="758" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/003-1.jpg" alt="" class="wp-image-17765" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/003-1.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/003-1-300x296.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/003-1-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<p>Um diese Reißleine (Monofil mit etwa 30 lb Tragkraft) machen alle Skipper ein Riesen-Bohei. Sie soll nicht zu früh reißen, etwa bei einem versehentlichen Grundkontakt des Gewichts, aber trotzdem reißen, wenn ein Schwertfisch gebissen hat. Also nicht zu schwach und nicht zu stark soll sie sein. Jeder Skipper hat dafür ‚seine‘ Schnur und nimmt keine andere. In die Reißleine kommen zuvor noch am oberen Ende einige einfache Knoten als Sollbruchstelle. Ansonsten gibt es Chaos bis hin zum Fischverlust, wenn der Angler den Top-Shot auf die Rolle winscht und sich eine womöglich 10 m lange Mono mit immerhin 30 lb Tragkraft an den Ringen verheddert oder gar die Rolle blockiert. Diese Knoten relativieren die Tragkraft der Reißleine allerdings deutlich. Micha und ich haben uns heute für die Stroft ABR entschieden: kaum Dehnung, exakte Tragkraftangaben und salzwasserfest.</p>



<p>Das Ablassen des Köders in 550 m Tiefe ist ein zeitraubender Akt: Damit das schwere Betongewicht nicht allem voran hinabsaust und sich das Vorfach dabei samt Köder um die Hauptschnur wickelt, muss das Boot beim Ablassen mit leicht eingestellter Bremse langsam gegen die Strömung vorwärtsfahren. Fast 1 km weit, wegen des Schnurwinkels, der dabei entsteht und entstehen soll.</p>



<p>Dann wird gestoppt, langsam zum Drop zurückgefahren und Schnur eingeholt, bis sie senkrecht am Bootsheck steht. Ist so der Grund erreicht, werden nochmals 20-30 m Schnur aufgenommen: die ideale Tiefe zum Fischen im Reich der Schattenjäger.</p>



<p>Und nun. Warten. „Kreischt die Rolle Alarm, wie etwa bei einem Marlin-Biss?“ Pete schmunzelt: „Du hörst den Strike nicht, du siehst ihn“, sagt er. Und so kam es auch. Unser Alarm war das lautlose, zarte Wippen der Rutenspitze, kurz auf und ab um 3-4 cm. &#8211; Klar: Wir fischten in über 550 m Tiefe, mit einem etwa 7 kg schweren Betongewicht und noch mal 30 m lockerem Top-Shot. Viel Wasserwiderstand also für einen Fisch, der melden wollte: „Hallo, ich hänge am Haken“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/004-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17766" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/004-1024x683.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/004-300x200.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/004-768x512.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/004-1000x667.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/004.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Und da war er, der Biss. Ein kurzes Zucken, und die gekrümmte Rute entspannte sich. „STRIKE“, schrie Pete von der Brücke und ich war auch schon an der Rute und die Rolle am Black Magic Harness eingeklinkt. „Wind, wind, wind!“ rief Pete. Wie aus weiter Ferne: Ich war bereits in meinem Tunnel und nahm die Außenwelt nur noch gefiltert war. „<em>Was hat er denn! Ich kurble doch schon wie wild. Ist der Fisch dran? Weiterkurbeln! Kontakt aufnehmen. Bleib ruhig. Finger weg von der Bremse. Pete hat sie eingestellt. Er weiß, was er macht. Ich auch. Konzentriere dich. Spannung auf die Schnur! Weiterkurbeln, </em>sagte meine innere Stimme<em>.</em></p>



<p>Und dann tat der Schwertfisch, was sie immer tun, wenn sie mit dem Haken im Maul, den Widerstand des Abreißgewichts spüren. Sie schießen nach oben (nach unten können sie ja nicht), um das Gewicht loszuwerden. Reißt es dann ab, kommt ein erster kritischer Moment: Der große Schnurbogen im Wasser muss so schnell wie möglich aufgenommen werden, also nochmals: ‚wind, wind, wind!‘.</p>



<p>Reißt das Gewicht nicht ab, was auch in den Jahren danach immer wieder vorkam, hängt meist ein kleinerer Beifang dran: Pomfret, Ölfisch, kleine Grundhaie oder auch ein großer Fuchshai. Sie müssen dann mit dem Betonklotz nach oben gewinscht werden. – Sehr mühsam.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/005-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17767" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/005-1024x683.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/005-300x200.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/005-768x512.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/005-1000x667.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/005.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Beifang Ölfisch, einmal ganz ok, danach lästig. </p>



<p>Nun war er aber dran. Ich an der Bordwand im Stand-Up schaute erstmal zu, wie Schnur von der Rolle lief. <em>Er nimmt Schnur, immer mehr. Nochmal 100 Meter. Mindestens 18 kg Bremse. Ein Großer? Halte endlich an, Fisch! Hoffentlich nicht zu groß. Sonst geht’s mir noch wie Callum Looman. </em>Seine Geschichte kennen alle Big Gamer an Kenias Küste. Beim Nachtangeln hakte Callum einen Fisch, der ihm langsam, aber unerbittlich die Schnur von der Rolle leerte. Fast am Ende angekommen hängte Callum an die Öse dieser Rolle per Wirbel und Snap eine zweite Kombo an und warf die erste über Bord. Als dann auch die zweite Rolle leer war, wiederholte er die Aktion mit einer dritten Rute und Rolle. Die Last dieses an die 2 km langen Geleitzugs war dann aber zu viel für die Schnur, sie riss und der Fisch plus zwei Ruten und Rollen waren weg. Callum hatte den Riesen nie zu Gesicht bekommen, er war all die Zeit in der Tiefe geblieben.</p>



<p>Mein Schwertfisch war mittlerweile in den Stellungskampf übergegangen. 100 m mühsam rauf und 80 m schnell wieder runter. Und nochmal 100 m rauf. Kraft gegen Kraft, Stillstand. Dann wieder einen Schlag mit der Kurbel, einen halben, zwei, drei, zehn. Dann wieder 60 m runter, so ging das knapp eine Stunde lang. <em>Meine Knie zittern schon leicht. Fragende Augen um dich rum. Die beobachten dich. Kann der noch? &#8211; Kann ich noch? Ja, es sind noch ein paar Körnchen in Reserve. Aber die Knie. Wie lange noch, Fisch? Der Schnurwinkel wird flacher, er kommt hoch! Gottseidank.</em></p>



<p>Ja, der Drill wurde leichter, das Top-Shot war schon einige Meter auf der Rolle. <em>Nicht mehr lange, dann habe ich ihn. Endlich, meinen ersten richtigen Imperator!</em></p>



<p>Der Fisch war nun so nah am Boot, dass ich zwei Schritte zurücktreten musste, damit Mate Amiri das Vorfach greifen konnte. Nur für einen kurzen Moment. Wie sich zeigte, war der Broadbill nicht mangels Kraft und Ermüdung ans Boot gekommen, sondern vielmehr aus Neugier. So, als ob er mal sehen wollte, wer oder was ihn da so nervt. &#8211; Amiri schaute auf den Fisch, Michael schaute auf den Fisch, und Pete oben am Steuerstand. Es war still, alle sahen den Broadbill, nur ich nicht, in der Mitte auf dem Deck stehend. Der Fisch selbst hatte offenbar genug gesehen, machte eine Kehrtwende und zog in einem Run mehr als 160 m Schnur von der Rolle, sprang hoch aus dem Wasser und nahm nochmals 100 m Schnur.</p>



<p><em>Nicht nochmal alles auf Los. Ich schaffe das nicht</em>. &#8211; „Micha, ich habe den Fisch nicht gesehen, wie groß war er?“ – „Ich habe so was noch nie gesehen. Sein Rücken war breit wie ein Pferd!“, war seine Antwort. <em>Breit wie ein Pferd? Naja, er hatte wirklich noch keinen Schwertfisch gesehen.</em></p>



<p>Ich rief deshalb zu Pete auf der Brücke, „Wie groß ist er?“ Seine Erwiderung: „Ich kann es nicht sagen. Einen so großen Schwertfisch habe ich noch nie auf meinem Boot gesehen!“ Die Antwort machte mich fertig und gab mir Kraft zugleich. <em>Doch nochmal auf Los! Quäl dich. Der Fisch deines Lebens! Fang ihn. Du kannst noch. Bestimmt!</em></p>



<p>Ich konnte noch weitere 40 Minuten lang, dann wurde die Schnur schlaff. Er war endgültig weg. &#8211; Die Spitze des Circle Hooks hatte sich unter der Bremskraft von zuletzt 21 kg nach außen gebogen. Wir vermuteten später, dass der Fisch nicht im Maulwinkel gehakt war, sondern sich der Circle Hook am harten Schwert verklemmt hatte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="999" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006-1024x999.jpg" alt="" class="wp-image-17768" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006-1024x999.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006-300x293.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006-768x750.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006-1000x976.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Ich hatte den Fisch meines Lebens nach IGFA-Regeln zwar ‚gefangen‘ (Amiri hatte das Vorfach in der Hand), aber doch verloren. Was nutz da die Fahne in der Hand?</p>



<p>Erschöpft und enttäuscht, kletterte ich zu Pete auf die Flybridge. Ich wollte von ihm unbedingt eine Schätzung: „Pete, der größte Broadbill, den du tagtäglich siehst, hängt in der Rezeption vom ‚Ocean Sports Hotel‘, 163 kg schwer. War er so groß?“ – „Viel größer“, murmelte er mit flacher Stimme. &#8211; Was mich bis heute wie ein Albtraum verfolgt: Ich habe den Schwertfisch nicht gesehen und keine Vorstellung von seiner Größe.</p>



<p>In den folgenden Tagen lernten wir aus Fehlern hinzu, fischten mit J-Hooks und fingen auch einige Schwertfische, kleinere. Doch das aufwühlende Erlebnis ließ mir keine Ruhe. <em>Noch ein nächstes Mal auf Schwertfisch. Dann aber alles richtig machen.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006a-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17769" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006a-683x1024.jpg 683w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006a-200x300.jpg 200w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006a.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p>Vor allem bessere Haken. Ich telefonierte mit Skippern in Neuseeland und bekam die Antwort: „Paklula Haken sind die besten“. Ein Haken mit weitem Bogen (damit er im weichen Maul tiefer greift), kurzem Schenkel (damit er nicht aushebelt) und vor allem mit einer runden Spitze, (die nicht durch den Kiefer schneidet).</p>



<p>Auch die üblichen chemischen Knicklichter wollte ich austauschen. Sie sind zwar gut fürs nächtliche Trolling. Dem Wasserdruck in 550 m Tiefe waren sie nicht gewachsen, einige waren geplatzt. Ich entschied mich für druckfeste, blinkende LED-Leuchten in der Farbe Blau.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-17770" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007-1024x640.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007-300x188.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007-768x480.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007-1536x960.jpg 1536w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007-1000x625.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/007.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Und eine Stuhlrute ließ ich mir bauen. Der große BB hatte mir Respekt eingeflößt. Die Rute sollte eine sensible Spitze für die Bisserkennung haben und eine parabolische Aktion, damit der Haken auch bei wilden Schlägen des Schwertfischs nicht aus dem weichen Maul gerissen wurde.</p>



<p>Mein Freund Rene, Experte für das schwere Stand Up, empfahl mir einen eGlas-Blank von Calstar und SIC-Ringe und einen Top-Roller von Winthrop. Eine gute Wahl. Und weil Old Shatterhand einen „Bärentöter“ hatte und Winnetou eine „Silberbüchse“, sollte meine Rute auch einen Namen bekommen. Der Imperator heißt in der modernen Wissenschaft Xiphias gladius. Zweimal ‚Schwert‘, einmal auf Griechisch und einmal lateinisch, nach dem Kurzschwert der römischen Legionäre, dem ‚gladius‘. Damit war klar, meine Rute sollte „gladius fighter“ heißen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="532" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-1024x532.jpg" alt="" class="wp-image-17771" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-1024x532.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-300x156.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-768x399.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-1536x798.jpg 1536w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-2048x1064.jpg 2048w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/008-1000x520.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Dann kam die Krankheit zurück. Mein linker Oberschenkel schwoll rasant an und ein MRT bestätigte: „Er ist wieder da“. Mit einer der modernsten Strahlenkanonen der Republik wurde an 23 Tagen im September so erfolgreich weggebeamt, dass ich im November wieder fischen konnte.</p>



<p>So gerüstet, fischte ich wieder mit Pete und wir hatten in 5 Ausfahrten 7 Schwertfische an den neuen Haken. Dass im Dill nur 2 verloren gingen, bezeichnete Pete als „fantastisch gute Quote“. Mein personal best stand mittlerweile nun schon bei knapp 100 kg, aber der Verlust des ersten großen Broadbills nagte weiter in mir. Ich buchte deshalb mit Micha Pete und seine ‚Alleycat‘ für März ’25. Die Rute ließ ich an Bord (Die Lufthansa verlangt 200 Euro für den Transport von Sportgepäck – pro Weg!) Pete fing an ihr weitere Schwertfische, taggte sie und dann kam das Unfassbare für Petes Familie und Freunde: Pete verstarb Weihnachten ’24 an einem üblen Krebs.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006b.jpg" alt="" class="wp-image-17772" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006b.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006b-300x225.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006b-768x576.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/006b-1000x750.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Obwohl alle anderen top-Boote bereits ausgebucht waren, konnten wir trotzdem fischen. Und das kam so: Petes bester Freund Mark Jury, Skipper auf Blauflossenthun vor Englands Südküste hatte mich zuvor schon kennengelernt, und als er hörte, dass unsere Charter nun nicht mehr möglich war, lud er mich spontan auf seine Privatyacht ‚Lulu‘ in Kilifi ein &#8211; und gab das Chartergeld Petes Witwe Michelle. Welch noble Geste!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/08b.jpg" alt="" class="wp-image-17773" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/08b.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/08b-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Nick weiß, was er macht: Schwertfisch mit knapp 120 kg.</p>



<p>Wir angelten mit Mark und dem bereits erwähnten Experten Nick Michalidis vor Kilifi. Micha fing seinen ersten ‚richtigen’ Schwertfisch mit etwa 60 kg – und ich lernte von Nick die letzten Feinheiten, wie etwa seine Köderwahl. Er benutzt zwar auch Bauchlappen von Mahis, aber lieber noch sind ihm die vom Wahoo. „Irgendwie fangen die noch besser!“, sagt er. Warum sie besser fangen, habe ich dann bei der Lektüre wissenschaftlicher Aufsätze von Barbara Block herausgefunden. (Broadbill sind Augenjäger: Ein ondulierender Köder reizt sie mehr als alles andere).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="509" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009-1024x509.jpg" alt="" class="wp-image-17774" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009-1024x509.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009-300x149.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009-768x382.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009-1536x763.jpg 1536w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009-1000x497.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/11/009.jpg 1546w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Nach den schönen Tagen mit Mark und Nick waren wir wieder in Watamu. Ich fragte Sean Darnborough, Petes Sohn, nach meiner ‚gladius fighter‘. Er erzählte mir dann, dass Pete mit ihr Broadbills gefangen und getaggt hatte und nun, 2 Monate nach dem Tod seines Vaters, habe er die Nachricht erhalten, dass einer der Fische wieder gefangen worden sei. Das sei für ihn wie ein Zeichen und er würde mir die Rute gerne abkaufen, als ehrende Erinnerung an seinen Vater. Und außerdem habe auch er Broadies daran gefangen, die Rute sei phantastisch gut.  – Was kann man dazu anderes sagen als: „Ja, geht klar“?</p>



<p>Nun erwäge ich den Bau der „<em>Gladius Fighter II</em>“. Kürzer, für das Stand Up und auch ein wenig härter, um auch einen Fisch samt Betongewicht schneller hochpumpen zu können. <em>Noch einmal auf Schwertfisch? &#8211; Klar!</em></p>



<p></p>
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		<title>Kenia im Februar – mit Licht und Schatten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 10:27:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich schulde euch noch meinen Report zum Angeln im Februar 2025 vor Watamu, Kenia. Kurz gesagt, es war durchwachsen. Blaue Marline wurden bis auf einige Ausnahmen nicht gefangen. Skipper sprachen von einem der schlechtesten Marlin-Jahre überhaupt und vermuteten, dass die Fische vor Westaustralien geblieben waren. Von dort wandern sie eigentlich vor die kenianische Küste und... <a href="https://ultimatefishingnews.com/kenia-im-februar-mit-licht-und-schatten/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich schulde euch noch meinen Report zum Angeln im Februar 2025 vor Watamu, Kenia. Kurz gesagt, es war durchwachsen. Blaue Marline wurden bis auf einige Ausnahmen nicht gefangen. Skipper sprachen von einem der schlechtesten Marlin-Jahre überhaupt und vermuteten, dass die Fische vor Westaustralien geblieben waren. Von dort wandern sie eigentlich vor die kenianische Küste und später im Jahr wieder zurück. Selbst die größeren schwarzen „Mamas“ blieben in diesem Jahr aus.</p>



<p>Gefangen wurden stattdessen Blacks in der Klasse von 50-100 kg auf den Banks vor Watamu. Dort waren unzählige kleine Bonitos unterwegs und mit einem lebenden Bonito fing mein Freund Micha auf Callums „Tarka“ auch solch einen Schwarzen Marlin mit etwa 60 kg.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="823" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K01.jpg" alt="" class="wp-image-17653" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K01.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K01-280x300.jpg 280w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<p>Auf Banks ging es zweitweise allerdings zu, wie in der Rushhour am Frankfurter Kreuz. An manchen Tagen fischten dort mehr als ein Dutzend Einheimische mit kleinen Dingis auch auf Marlin und das trotz einfachster Ausrüstung (Bambusstangen als Ausleger) sehr effektiv. &nbsp;– Crews der Big Game Boote, in Corona-Zeiten arbeitslos geworden, hatten die Techniken des Marlinangelns auf die Basics runtergebrochen und leben nun als Berufsfischer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="689" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K06-1024x689.jpg" alt="" class="wp-image-17654" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K06-1024x689.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K06-300x202.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K06-768x516.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K06-1000x673.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K06.jpg 1142w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Wir hatten eines dieser Boote mit Ibrahim als Skipper für kleines Geld gechartert und auch mit ihm zwei Blackies am Straps. Nun wird Ibrahim in eine 32 ft Center Console mit zwei Außenbordern investieren und wir auch mit ihm nächste Saison (in den Canyons fischen. &#8211; Callum ist bis auf zwei für uns reservierte Tage leider schon komplett ausgebucht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K02-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17655" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K02-1024x683.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K02-300x200.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K02-768x512.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K02-1000x667.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K02.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Mein Wunsch, ein schöner Schwertfisch, blieb diesmal unerfüllt: Wie waren vom sympathischen Mark Jury auf dessen 41 Fuß Yacht „Lulu“ mit dem Broadbill-Experten Nick Michaelidis an Bord eingeladen worden. Und dies kam so: Marks langjähriger guter Freund und Skipper Pete Darnborough war an Weihnachten verstorben. Bei ihm hatten wir drei Tage Schwertfischangeln gebucht. Mark hatte dann spontan entschieden, dass wir die Charter gleichwohl an Petes Witwe Michelle bezahlen und er die Ausfahrten übernimmt, um auch Michelle damit zu helfen. Wie generös! &#8211; Micha und ich hatten vereinbart, dass er den ersten Schwertfisch fangen sollte. Der war allerdings mit etwa 10 kg so klein, dass er nicht zählte. Sein zweiter wog dann um die 60 kg – und zählte. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="677" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K03-677x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17656" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K03-677x1024.jpg 677w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K03-198x300.jpg 198w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K03.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></figure></div>


<p>&nbsp;Ich hatte dann am folgenden Tag einen Biss in 500 m Tiefe. Das über 7 kg schwere Gewicht an der „Reißleine“ hatte sich aber nicht gelöst, und was dann nach knapp einer Stunde Winschen an die Oberfläche kam, war ein durchaus schöner Fuchshai, mein zweiter vor Kenia. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="835" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K09.jpg" alt="" class="wp-image-17657" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K09.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K09-276x300.jpg 276w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<p>Am dritten Tag änderte sich die Strömung wegen des Vollmondes so stark, dass Driften entlang der Kanten nicht mehr möglich war. &#8211; Gleichwohl waren die Tage mit Mark (bei dem wir auch wohnten) großartig und voller Heiterkeit. &nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K04-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17662" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K04-1-1024x683.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K04-1-300x200.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K04-1-768x512.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K04-1-1000x667.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K04-1.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Nun hat mich Mark für kommende Saison zum Schwertfischangeln eingeladen – vorausgesetzt, ich höre auf zu rauchen! Beste Gelegenheit dafür ist nun der Mai, da bin ich nochmal im Krankenhaus und werde operiert. Und sobald ich wieder auf eigenen Beinen stehen kann, geht’s ab ins Trainingslager. Stand &nbsp;Up auf Broadbill ist das Ziel!</p>



<p> Und hier noch einige Bilder vom Grundangeln mit leckeren Red Snapper, Moustache Grouper bis 25 kg und dem obligatorsichen Pomfret:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-1-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17667" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-1-683x1024.jpg 683w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-1-200x300.jpg 200w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-1.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17660" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-683x1024.jpg 683w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-200x300.jpg 200w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K08-rotated.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure></div>


<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K05-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-17661" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K05-1024x683.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K05-300x200.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K05-768x512.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K05-1000x667.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/04/K05.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Fantasy Slam vor Watamu, Kenia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 15:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein sogenannter Fantasy Grand Slam ist das Größte, was einem Big Game Angler widerfahren kann. Dazu muss er an einem Tag vier verschiedene Schwertträger fangen. Dies ist nun in der zweiten Februarwoche vor Watamu gelungen. Der Angler releaste an Bord der Privatyacht „Sirai Sea“ einen Schwarzen-, Blauen und Gestreiften Marlin, sowie einen Schwertfisch und 2... <a href="https://ultimatefishingnews.com/fantasy-slam-vor-watamu-kenia/">mehr</a>]]></description>
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<p>Ein sogenannter Fantasy Grand Slam ist das Größte, was einem Big Game Angler widerfahren kann. Dazu muss er an einem Tag vier verschiedene Schwertträger fangen. Dies ist nun in der zweiten Februarwoche vor Watamu gelungen. Der Angler releaste an Bord der Privatyacht „Sirai Sea“ einen Schwarzen-, Blauen und Gestreiften Marlin, sowie einen Schwertfisch und 2 Segelfische. Dies ist nun der 7. Fantasy Slam in der Geschichte des Big Game – und der 4. der vor Watamu aufgestellt wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/02/479741097_1193704305651245_7953347512094214492_n-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17631" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/02/479741097_1193704305651245_7953347512094214492_n-819x1024.jpg 819w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/02/479741097_1193704305651245_7953347512094214492_n-240x300.jpg 240w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/02/479741097_1193704305651245_7953347512094214492_n-768x960.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/02/479741097_1193704305651245_7953347512094214492_n-1000x1250.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2025/02/479741097_1193704305651245_7953347512094214492_n.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



<p>Das Fischen dort ist nach der schweren See im Januar seit Anfang Februar wieder großartig. Selbst zahlreiche Schwarze Marline konnten mit Köderfisch erfolgreich gehakt werden. Grand Slams (3 verschiedene Billfish an einem Tag) wurden gemeldet und mehrere Schwertfische in der Klasse von 70-90 kg releast. &nbsp;&#8211; Sean Darnborough, der Sohn des an Weihnachten allzu früh verstorbenen Skippers Pete, hat nun das Steuer der berühmten „Alleycat“ übernommen und tritt erfolgreich in die Fußstapfen seines Vaters.</p>
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		<title>Das muss man können: Billfish Royal Slam an der Fliege</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2018 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeremy Brock aus Kenia stellte einen „Billfish Royal Slam“ auf und fing alle Schwertträger mit der Fliegenrute, innerhalb von nur 12 Monaten! Einen &#160;„Billfish Royal Slam“, also den Fang aller Schwertträger in einem Anglerleben, ehrt die IGFA mit einer schönen Urkunde. Dazu braucht man Geduld, Glück und eine gut ausgestattete Reisekasse. Was nun aber Jeremy... <a href="https://ultimatefishingnews.com/das-muss-man-koennen-billfish-royal-slam-an-der-fliege/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeremy Brock aus Kenia stellte einen „Billfish Royal Slam“ auf und fing alle Schwertträger mit der Fliegenrute, innerhalb von nur 12 Monaten!<br />
Einen &nbsp;„Billfish Royal Slam“, also den Fang aller Schwertträger in einem Anglerleben, ehrt die IGFA mit einer schönen Urkunde. Dazu braucht man Geduld, Glück und eine gut ausgestattete Reisekasse. Was nun aber Jeremy Brock aus Kenia geleistet hat, geht darüber weit hinaus und erfordert auch Vermögen im eigentlichen &nbsp;Wortsinn: Das Können, die all die Schwertträger mit der Fliegenrute zu fangen. Jeremy tat das innerhalb von nur 12 Monaten!<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-04/2018-04-08-01.jpg" style="width: 666px;height: 971px"><br />
Den Auftakt machten ein Pazifischer Blauer Marlin und ein Pazifischer Segelfisch in Guatemala, gefolgt von einem Atlantischen Blauen und einem Weißen Marlin in der Dominikanischen Republik. &nbsp;&nbsp;Vor Kona, Hawaii, legt er einen Speerfisch auf die Planken und vor Australien einen Schwarzen und Gestreiften Marlin.<br />
Den Atlantischen Segelfisch fing er vor Senegal und die größte Herausforderung, den Schwertfisch, in seinen Heimatgewässern vor Kenia. Vielleicht war das aber auch schon ein bisschen Routine für ihn. Den ersten Schwertfisch an der Fliege, und bis heute Weltrekord, fing Jeremy 2001 in den Watamu Rips.&nbsp;<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-04/2014-04-08-02.jpg" style="width: 666px;height: 511px"><br />
Dazu wird nachts ein hakenloser Köder mit vorgeschaltetem Knicklicht in 30 m Tiefe am Downrigger geschleppt. Löst ein Schwertfisch bei einer Attacke den Releaseclip aus, kommt der „Teaser“ an die Oberfläche, wird eingeholt und dem folgenden und überaus wütenden Schwertfisch die Flieg präsentiert. – Jeremy kann das.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Kenya-Report: Marlin im Süden</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/kenya-report-marlin-im-sueden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2018 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Ältere Kenia-Angler kennen das: In manchen Jahren konzentrieren sich die Marline eher an der Südküste von Diani-Beach bis Shimoni anstatt vor Watamu. So scheint das auch in dieser Saison zu sein. Nach einigen guten Tagen im Norden ist dort nun eher mau, während im Süden sehr gut gefangen wird. Ältere Kenia-Angler kennen das: In manchen... <a href="https://ultimatefishingnews.com/kenya-report-marlin-im-sueden/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ältere Kenia-Angler kennen das: In manchen Jahren konzentrieren sich die Marline eher an der Südküste von Diani-Beach bis Shimoni anstatt vor Watamu. So scheint das auch in dieser Saison zu sein. Nach einigen guten Tagen im Norden ist dort nun eher mau, während im Süden sehr gut gefangen wird. Ältere Kenia-Angler kennen das: In manchen Jahren konzentrieren sich die Marline eher an der Südküste von Diani-Beach bis Shimoni anstatt vor Watamu. So scheint das auch in dieser Saison zu sein. Nach einigen guten Tagen im Norden ist dort nun eher mau, während im Süden sehr gut gefangen wird.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/files/images/2018-02/2018-02-03-01.jpg" alt=""/></figure>



<p>Garry Cullen konnte Ende Januar vor Shimoni den ersten Blauen Marlin Kenias an der Fliegenrute fangen. Garry gelang dies an Bord der SIMBA mit Skipper Mark Allen und fische vom Pemba Fishing Club aus. Dass Garry ein Fliegenfischer der Extraklasse ist bewies er schon vor einigen Jahren mit dem ersten Fang eines Schwertfischs an der Fliegenrute.</p>



<p>Ein Gast des Pemba Channel Fishing Clubs erlebte am 29. Januar zudem einen Glückstag m,it eienm Blauen marlin (250 lbs) und vier  Gestreiften Marlinen.</p>



<p>Peter Darnborough, in Watamu zu Hause,  fing bei einer Angelsafari vor Shimano und Diani  einen Black mit etwa 500 lbs, einen Blue, 5 Gestreifte Marline und 4 Segelfische.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/files/images/2018-02/2018-02-03-02.jpg" alt=""/></figure>



<p>Die TARKA mit Cullen Looman fischte ebenfalls vor Diani anstatt Watamu und fing in vier Tagen 1 Blue, 1 Black, 2 Gestreifte Marline und 7 Segelfische. Auch Cullen hofft, dass die Schwerträger nach Watamu ziehen.</p>



<p>Vor Malindi blieben auch in diesem Jahr  die Segelfische in den Massen, wie man sie noch vor 5 Jahren kannte, aus.  Wo sie geblieben sind ist ein Rätsel. In den Netzen von Berufsfischern vor Indien ist eine von mehreren Vermutungen.</p>
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		<item>
		<title>Malindi Marlin Madness …</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/malindi-marlin-madness/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 May 2016 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stimmung an Bord war entsprechend gut, als wir plötzlich einen Double-Strike auf die beiden schweren 80er Ruten hatten. Wieder viel Geschrei und vor allem die Frage: Wer geht in den Kampfstuhl? Viel Zeit&#8230; Bernd und sein Sohn Marc Neufeldt gehören auf den Kingfisher Booten vor Malindi, Kenia  fast schon zum „Inventar“. Seit 25 Jahren... <a href="https://ultimatefishingnews.com/malindi-marlin-madness/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimmung an Bord war entsprechend gut, als wir plötzlich einen Double-Strike auf die beiden schweren 80er Ruten hatten. Wieder viel Geschrei und vor allem die Frage: Wer geht in den Kampfstuhl? Viel Zeit&#8230; <em>Bernd und sein Sohn Marc Neufeldt gehören auf den Kingfisher Booten vor Malindi, Kenia  fast schon zum „Inventar“. Seit 25 Jahren sind sie Stammgäste der Pauls. Vor allem Haie haben es ihnen angetan und in 15 Jahren konnten sie  ein halbes Hundert Tigerhaie fangen.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-06.jpg" style="width: 666px;height: 444px" /><br />
In diesem Jahr war jedoch alles ein bisschen anders. El Niño sei dank? &#8211;  Hier der Bericht von </em></p>
<div style="text-align: center">
	Marc Neufeldt</div>
<p> <br />
Wer seit über 25 Jahren den Indischen Ozean vor Malindi befischt, den sollte dort so leicht eigentlich nichts mehr überraschen. Dachten wir zumindest. Der 31. März 2016 auf der „Eclare“ von den Kingfisher Booten war dann einer dieser Tage, der selbst uns vermeintlich erfahrenen Anglern eines Besseren belehren sollte.<br />
Es war der zehnte Tag unseres alljährlichen Angeltrips nach Malindi. Wie auch die letzten Tage war es wieder ungewöhnlich heiß. Schon am frühen Morgen zeigte das Thermometer satte 30° C. Die Mittagssonne besorgte dann den Rest. War wohl doch was dran am vielzitierten El Niño Phänomen in dieser Saison.<br />
Das Angeln war bislang nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Unser score lag bis dahin bei einem Blue und 3 Striped Marlins. Hierbei war insbesondere mein erster Fang eines Stripiesn auf der Stationärrolle (Quantum Cabo 80 Bait Teaser) am Vortag ein persönliches Highlight. Wir fischten dieses Jahr fast ausschließlich in der Center Mlima Region, also ca. 20 Seemeilen südöstlich von Malindi entfernt.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-03.jpg" style="width: 666px;height: 998px" /><br />
Unsere Lures und Strip-Baits waren noch nicht lange im Wasser, als der erste Strike auf einen großen Marlin-Lure am linken Outrigger erfolgte. Nach einer kurzen Flucht zeigte sich der Fisch das erste Mal an der Oberfläche: Sailfish. Ich war einigermaßen bedient. An der 80er im Kampfstuhl ist das nun wirklich keine Heldentat. Nachdem der Sail released wurde, meinte mein Vater Bernd jedoch leicht süffisant grinsend: “Wer weiß, wofür der noch gut ist.“ Zunächst war er dann aber selbst gefordert.  Ein Marlin stürzte sich auf einen der kleineren Strip-Baits am langen Outrigger. Wider erwarten ein Blauer. Nach ca. 40 Minuten hatte mein Vater den etwa 300 lbs schweren Fisch außenbords. Am 50 lb Stand-upTackle eine reife Leistung für einen 72 jährigen, finde ich.<br />
Ca. 1 Stunde später brach dann das von uns Anglern so geliebte Cockpit Chaos aus.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-07.jpg" style="width: 666px;height: 393px" /><br />
4 Rollen kreischten gleichzeitig los und hinter dem Boot tanzten 4 Striped Marlins in und auf den Wellen. Welcher Marlin gehört zu welcher Rute? Liegen die Leinen übereinander? Einfach herrlich! Mein Vater und ich schnappten uns die 2 Ruten, die jeweils an der langen Outrigger Position geführt wurden. Mein Striped Marlin konnte sich nach dem ersten Run vom Haken befreien und ich ließ mir die Rute von der Flybridge runterreichen. Striped Marlin No. 4 hatte einen der großen Lures genommen und sich mittlerweile ebenfalls nach einigen Sprüngen verabschiedet. Nach der anfänglichen Hektik übernahm jetzt wieder die Routine und beide verbliebenden Stripies wurden erfolgreich released. Der Grand Slam fürs Boot war somit besiegelt.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-01.jpg" style="width: 666px;height: 470px" /><br />
Die Stimmung an Bord war entsprechend gut, als wir plötzlich einen Double-Strike auf die beiden schweren 80er Ruten hatten. Wieder viel Geschrei und vor allem die Frage: Wer geht in den Kampfstuhl? Viel Zeit zum Diskutieren blieb natürlich nicht. Mit der Aussicht auf einen persönlichen Grand Slam hatte ich dann das Privileg. Die 2. Rute ließen wir zunächst im Rutenhalter. Mein Vater beschränkte sich darauf, den Marlin auf Spannung zu halten. IGFA Regeln hin oder her. Beide Marline waren bereitsausgiebig gesprungen und wir wussten somit, dass es sich für kenianische Verhältnisse um gute Exemplare mit etwa 400-450 lb handelte. Es musste nun natürlich möglichst schnell gehen und ich drillte meinen Marlin entsprechend hart. 45 Minuten später (die Marline sind bei den hohen Wassertemperaturen enorm kampfstark) konnte unser Wireman das erste Mal den Leader greifen. Hierbei löste sich der Haken und der Marlin verschwand in der Tiefe. Bevor ich mich groß über meinen Grand Slam freuen konnte, drückte mir mein Vater seine Rute in die Hand, respektive in den Kampfstuhl: „Wo Du da schon so schön sitzt&#8230;Ach übrigens, wie war das nochmal mit dem Sailfish?“<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-04.jpg" style="width: 666px;height: 854px" /><br />
Also auf ein Neues. Diesmal ganz entspannt drillte ich auch diesen Marlin schließlich ans Boot. Nachdem er released wurde, konnte ich unser Glück das erste Mal so richtig fassen. Offensichtlich hatten wir aber eben dieses noch nicht völlig aufgebraucht, denn am späten Nachmittag fing mein Vater tatsächlich noch einen weiteren Blauen Marlin von ca. 300 lbs. Unglaublich! Das war dann wohl einer dieser „once in a lifetime“ Tage, von dem viele Angler, mich eingeschlossen, träumen.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-05.jpg" style="width: 666px;height: 813px" /><br />
Später im Malindi Sea Fishing Club gab es Glückwünsche von allen Seiten. War anscheinend das beste Ergebnis der laufenden Saison, die lustiger Weise an diesem Tag offiziell endete. &#8211; Die letzten 3 Angeltage fingen wir übrigens noch 2 weitere Blues, einen Striped Marlin und 3 Sailfish. Insgesamt also 13 Marline in 13 Tagen, wobei dieser eine Tag die Statistik natürlich reichlich verzerrt.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2016-05/16-05-01-02.jpg" style="width: 666px;height: 443px" /><br />
Abschließend bleibt zu sagen, dass wir über die vielen Jahre schon einige Sternstunden in Kenia erleben durften, aber den 31. März 2016 werden wir wohl nie vergessen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Same place same time.<br />
Tight Lines,<br />
Marc Neufeldt (marc@kenyasportfishing.net)</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Kenia-Report von Kai &#8211; Tag VIII</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/kenia-report-von-kai-tag-viii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2015 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[TAG VIII Heute leider keine Marline mehr zum Abschluss. Dafür drei Dorado und ein Wahoo. Zwei Blaue wurden heute vor Watamu gefangen zwei weitere gingen verloren. Morgen geht es zurück. Beste Grüße und tight lines Kai TAG VII Nach zwei Tagen ohne Marlin, wurden heute zwei Blues released und ein kleiner Blackie entnommen. Morgen ist... <a href="https://ultimatefishingnews.com/kenia-report-von-kai-tag-viii/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>TAG VIII</b></p>
<p>Heute leider keine Marline mehr zum Abschluss. Dafür drei Dorado und ein Wahoo. Zwei Blaue wurden heute vor Watamu gefangen zwei weitere gingen verloren. Morgen geht es zurück.</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949i.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT, Dorado, Mahi Mahi, ultimate fishing news" /></p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949j.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT, Dorado, Mahi Mahi,ultimate fishing news" /></p>
<p>Beste Grüße und tight lines<br />
Kai</p>
<p><b>TAG VII</b></p>
<p>Nach zwei Tagen ohne Marlin, wurden heute zwei Blues released und ein kleiner Blackie entnommen.<br />
Morgen ist unsere letzte Chance!</p>
<p>Gruß<br />
Kai</p>
<p><b>TAG VI</b></p>
<p>Hallo zusammen!</p>
<p>Heute war ein schöner Angeltag, leider ohne Enderfolg. Zunächst hat sich bei mir nach ca. 2 Minuten eine Mahi Mahi an der 50iger verabschiedet.<br />
Das war ohnehin kein Drill.<br />
Vielleicht hätte man ihn aber am Boot zu einigen Sprüngen annimieren können. Nunja, ab ist ab. Später hat Albrecht einen guten 400 Lbs Blauen auf die 80iger bekommen.</p>
<p>Er ist unmittelbar nach dem Biss gesprungen, dann hat er einen Run hingelegt und sich nochmals aus dem Wasser geschraubt, wobei er leider den Haken abschütteln konnte. Unser einziger Marlinkontak heute war damint nach ca. 10 Minutwen wieder beendet.</p>
<p>Nach ca. 1 Stunden haben sich laut Peter noch 4 Sails zwischen unseren Marlinködern rumgetrieben, welche aber sichtlich beeindruckt nur 3 Mal angekloppft haben.</p>
<p>Später haben wir gejiggt. Mehrere Einstieger, Albrecht konnte einen Jobfish fangen und Jonas einen guten Bonito, der sogleich als Marlinlivebait herhalten musst.</p>
<p>Während des Tages waren noch Pilotwale am Boot. Laut Peter sind die sehr aggresiv und fressen den Langlinern die Stripies von den Haken.</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949g.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT, Pilotwal, ultimate fishing news" /></p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949h.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT, Satelitentag, Tag, ultimate fishing news" /></p>
<p>Beste Grüße und tight lines<br />
Kai</p>
<p><b>TAG V</b></p>
<p>Hallo zusammen!</p>
<p>Heute waren 5 Boote raus. Peter hat 3 Blaue bis zu 300 Lbs released, die anderen Boote sind Schneider geblieben.</p>
<p>Gruß<br />
Kai</p>
<p><b>TAG IV</b></p>
<p>Am Mittwoch waren 9 Boote draußen und haben keinen Marlin gefangen. Heute (Donnerstag) waren mit uns 5 Boote raus. 4 Boote blieben ohne Marlin, doch wir hatten Sternstunden! Zunächst konnte ich einen Blue mit 119 Kg an der 50-er fangen, der leider gestorben ist und daher entnommen wurde. Danach hat Albrecht einen auf 600-700 lb geschätzten Blue releast.</p>
<p>Wir dachten schon, der super Tag war gelaufen, als wir noch einen Doppelstrike auf die 80-er bekommen haben: So konnten Jonas und ich noch unseren jeweils ersten Black Marlin fangen. Beide waren um die 200 lb schwer und wurden ebenfalls releast.</p>
<p>Für uns wird das ein unvergesslicher Tag bleiben! Am Freitag geht es auf Safari!</p>
<p>Gruß und tight lines<br />
Kai</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949d.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT" /></p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949e.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT" /></p>
<p><b>TAG III</b></p>
<p>Gestern waren 4 Boote raus, kein Marlin! Wir hatten Pause! Heute waren 5 Boote raus! 2 Blues auf der Alleycat! Jonas und Albrecht je einen von ca 250 Lbs, ich habe mir einen freien Tag gegönnt, weil ich eh Nr. 3 bin. Daneben wurden noch 2 Blackies gefangen!</p>
<p>Gruß Kai</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949c.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT" /></p>
<p><b>TAG II</b></p>
<p>2. Kenia Report von Kai<br />
Heute (Sonntag) sind wir Schneider geblieben! 6 Boote waren draußen und haben 2 Blacks gefangen. Einen mit ca. 150 lb haben sie an den Galgen gehängt! Das Meer war sehr rau. Am Samstag waren 5 Boote unterwegs und fingen 3 Blues. Einer wurde entnommen, weil er im Drill gestorben war. Er wog 503 lb.</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949b.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT" /></p>
<p>Dienstag ist unsere nächste Chance!</p>
<p>Beste Grüße<br />
Kai</p>
<p><b>TAG I</b></p>
<p>Wir sind am Freitag (30. Januar) gut angekommen. Waren dann &#8211; wie das Bild zeigt &#8211; gleich mal &#8222;im Hafen&#8220; und haben auch Peter getroffen. Gestern wurden 5 Marline gefangen (Blue, Black und Stripie). Am Tag davor haben 4 Boote 9 Marline gefangen. Laut Peter ist die Fischerei in den letzten Tagen deutlich besser geworden. Das lag wohl auch und gerade an einem Anstieg der Wassertemperatur um 2 Grad. Januar muss wohl katastrophal gewesen sein. Er und auch Callum von der Tarka hatten dazu wohl sehr viele Stornierungen (Peter 22 in einem Monat).</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5949a.jpg" alt="Kai Jendrusch, Kenia, Marlin, Sailfish, GT" /></p>
<p>Leider spürt man hier die Zyklonausläufer sehr deutlich. Ich hoffe, mein Magen macht mir da keinen Strich durch die Rechnung. Morgen fahren wir zum ersten Mal raus.</p>
<p>Das Hotel ist wie ausgestorben. Der reinste Privaturlaub. Wenn 15 Gäste im Hotel sind, dann ist es viel. Auch im Hafen waren kaum Leute. Wenn man mit den Leuten spricht, hört man sehr deutlich, dass hier die Ebola- und Terrorismusangst sich auswirkt, obschon dies völlig unbegründet ist. Für die sehr netten Menschen tut einem das leid. Hoffen wir, dass der Tourismus wieder anzieht.</p>
<p>Mein Tablet zeigt mir am ersten Tag eine feste Linie im Display, wo keine hingehört. Nunja, für 199,&#8211;€ kann man wohl nicht mehr erwarten. Dann gebe ich die Kiste nach Kenia eben wieder zurück.</p>
<p>Gruß<br />
Kai</p>
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		<title>Kenia &#8211; 621 lb. of joy!</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/kenia-621-lb-of-joy/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Pontus Smith Wir, meine Frau und ich, hatten uns kurzfristig losgerissen und kamen am 30. Dezember in Watamu an. Der erste Urlaub ohne Kinder seit der der Geburt unseres Ältesten vor sieben Jahren! Zeit zum Chillen und nichts tun. Naja, fast nichts: Ich hoffte natürlich, ein paar Tage zum Fischen rausfahren zu können. Wir,... <a href="https://ultimatefishingnews.com/kenia-621-lb-of-joy/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Von Pontus Smith</strong></p>



<p>Wir, meine Frau und ich, hatten uns kurzfristig losgerissen und kamen am 30. Dezember in Watamu an. Der erste Urlaub ohne Kinder seit der der Geburt unseres Ältesten vor sieben Jahren! Zeit zum Chillen und nichts tun. Naja, fast nichts: Ich hoffte natürlich, ein paar Tage zum Fischen rausfahren zu können. Wir, meine Frau und ich, hatten uns kurzfristig losgerissen und kamen am 30. Dezember in Watamu an. Der erste Urlaub ohne Kinder seit der der Geburt unseres Ältesten vor sieben Jahren! Zeit zum Chillen und nichts tun. Naja, fast nichts: Ich hoffte natürlich, ein paar Tage zum Fischen rausfahren zu können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445aa.jpg" alt=""/></figure>



<p>Neujahr feierten wir am Strand mit anderen Gästen und den Mitgliedern des A Rocha Kenya, Mwamba Field Study Center (https://www.arocha.org/ke-en). Die Organisation betreibt unter anderem Umwelschutz-Bildung und beobachtet die Entwicklung des größten Trockenwaldes an der Ostafrikaischen Küste, dem Arabuko-Sokoke Wald, sowie die Mangrovenwälder des Mida Creek, einem der produktivsten Mangroven-Ökosysteme weltweit. Und positiv ist das Motto der Organisation: „Conservation and Hope“:</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445b.jpg" alt=""/></figure>



<p>Der Neujahrstag ist ein wichtiger Feiertag hier (Für Muslime) und die Strände waren deshalb voll von Einheimischen: Vibrierende Farben (ein bisschen wie TV schauen im ersten Moment), verglichen mit der eher finster-grauen Welt, die wie hinter und gelassen hatten.</p>



<p>Am 2. Januar begann es dann bei mir zu jucken. Ich musste unbedingt Peter Darnborough kontaktieren und Fischen gehen!</p>



<p>Es gab nur ein Problem, kein Strom: Der Transport-Manager der „Turtle Beach Resort“ hatte einen Strommasten gerammt und damit die Stromversorgung der gesamten Region südlich des Resorts gekappt. Ich musste deshalb den Strand runter laufen bis zum „Ocean Sports“, wo ich Peter traf. Trotz heftiger Winde und kabbeliger See sowie einer nicht eben optimistischen Wettervorhersage beschlossen wir, am nächsten Morgen rauszufahren: Petes ALLEYCAT, eine 36-Fuß Hatteras, ist sicher genug, um bei nahezu allen Wetterbedingungen in See zu stechen.</p>



<p>Nach einer eher schlaflosen Nacht voller Vorfreude und Erwartungen holte mich Peter ab und wir fuhren zum „Hemingways Hotel“. Dort tranken wir erst eine Tasse Kaffee und unterhielten uns mit den anderen Jungs, bevor es an Bord der ALLEYCAT ging. Sie ist ausgerüstet mit Tiagra-Rollen, Penn-Ruten und einer großen Kollektion an Lures, obwohl Petes Spezialität das Live-Bait-Fischen auf Marlin ist und er darin vermutlich der beste Skipper an der gesamten Küste.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445c.jpg" alt=""/></figure>



<p>Diesen Tag fischten wir mit 80-er und 130-er Gerät. Die volle Auslage: Acht Ruten mit größeren, bis zu 40 cm langen Lures. Unser Ziel waren die gewichtigen Marline, draußen an den Unterwasserbergen. Wir wollten Qualität, nicht Quantität. Sechs Schnüre liefen über die Outrigger und zwei über den Centerrigger weiter hinten, weil in der Wake, den Wellen unmittelbar hinter dem Boot, in den vergangenen Tagen keine Fische geraist werden konnten. Und dann hatten wir natürlich noch ein Skipbait geriggt als „stand by“, falls da was hochkommen sollte, das kein Freund von Plastik war.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445d.jpg" alt=""/></figure>



<p>Auf dem Weg durchs &#8222;razorgang country&#8220; legten wir dann die billigeren Köder aus, für den Fall, dass einer der Fische mit den Rasierklingen im Maul sich über die Lures hermachen würde, um sie zu zerhacken. Und so kam es dann auch: Ein 24 lb schwerer Wahoo kam an Bord und ließ mich gleich ans Mittagessen denken.</p>



<p>Übrigens: Ich mag auch Peters Crew dafür, dass nicht rumhängen und nur auf Anordnung in die Gänge kommen. Peters First Mate bemerkte etwa, dass an einer der Tiagras was nicht in Ordnung war, nahm sie auseinander und reparierte sie in kürzester Zeit.</p>



<p>„Sie hatten die letzten Tage eien schlechten Lauf, erst ein 800-Pfünder Marlin verloren, weil der Wirbel brach und einen 600-er wegen Schnurbruchs“, das ging mir durch den Kopf, ohne zu ahnen, dass ich es sein sollte, der das Lächlen in Petes Gesicht wieder anknipsen würde.</p>



<p>Wham! Strike! Großer Marlin! Ecke, kurz!</p>



<p>Die Schnur löste sich von der Spule mit einer bemerkenswerten Geschwindigkeit. Wie hingen an ihr! Das große Mädchen sprang wie wild durch die Gegend und es war ein Wunder, dass es zu keinem Schnursalat mit den anderen Leinen kam. Das sagte mir Peter aber erst hinterher. In der Situation war ich nicht in der Lage, die Aufführung zu genießen, die die Prima Ballerina für uns gab. Ich war vielmehr damit beschäftigt, die Rute zum Kampfstuhl zu bringen, blöde rumzumachen mit dem sch… Gimbal, um endlich das zu tun, wozu ich hier war – Drillen!</p>



<p>Sobald dann die anderen Leinen aus dem Wasser waren, legte Pete die Hebel im Rückwärtsgang auf den Tisch und machte uns alle erst einmal nass. Unser Mädchen hatte derweil genug von seinem Ballett und entschloss sich zu tauchen – gegen einen Bremsdruck von mittlerweile 45 lb.</p>



<p>Tiefer, tiefer, immer tiefer zog sie, mit ununterbrochen ablaufender Spule, trotz einer Bremseinstellung im Grenzbereich. Dann endlich stoppte sie. &#8211; Ich konnte sie mir genau vorstellen da unten im Dunkel, die Brustflossen angestellt auf Tauchmodus, wie das Leitwerk eines U-Bootes: Die Stellung, die dem Angler schier das Kreuz bricht, beim Hochpumpen des Fisches.</p>



<p>Schon einige Marline sind in solchen Tiefen gestorben, aber weil ich eine 130-er Schnur zwischen mir und dem Fisch hatte, war ich zuversichtlich, dass er das Tageslicht nochmals sehen würde.</p>



<p>Ich begann also in langsamen Takt zu Pumpen. Immer rein in den kleinen Gang und raus aus ihm, mit beständigem Druck, und ohne ihr Zeit für eine kleine Pause zu geben. Für jeden Zentimeter, den sie mir nahm, wollte ich zwei zurückgewinnen. Und ich nutzte das Auf und ab der Wellen, um sie nach oben zu zwingen. Und schließlich spürten wir, dass die Schlacht sich zu unseren Gunsten wendete: Der Fisch kam ein paar Meter nach oben und schüttelte den Kopf. Das Einholen der Schnur wurde einfacher. Pete ging in langsame Fahrt voraus, der Schnurwinkel wurde rapide flacher. Sie kam hoch! Ich kurbelte derweil immer schneller und schneller und wollte unbedingt einen „Slack“, eine durchhängende Schnur ohne Kontakt zum Fisch, vermeiden.</p>



<p>Dann durchbrach sie die Wasseroberfläche in einem halbherzigen Versuch zu Springen, kam aber nicht mehr mit dem ganzen Körper heraus. Bald war das Vorfach in Reichweite und: Ja! Mit dem Griff danach war es ein offizieller Fang &#8211; nach etwa 40-minütigem Drill.</p>



<p>Ich denke: „Wie schwer sie wohl sein mag? Es ist eine sie. Klar, Männchen werden nicht so groß. Ich sehe überhaupt nichts. Die Crew steht mir im Weg!“</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445e.jpg" alt=""/></figure>



<p>Ich nehme die Bremse etwas zurück. „Falls sie zu einer erneuten Flucht ansetzt, und damit der Mate am Vorfach nicht in Gefahr kommt“, denke ich noch. Und als ob sie meine Gedanken lesen konnte, zieht sie nochmals mit pfeifender Schnur ab.</p>



<p>Also wieder etwas rauf mit dem Bremshebel. Zusätzlicher Druck mit dem linken Daumen auf dem Spulenrand stoppt sie. Einige Momente später ist sie wieder da, erneut auf der Steuerbordseite. Der Tag-Stick hebt sich &#8211; doch sie verschwindet unter dem Boot. Pete legt den Vorwärtsgang ein und sie taucht auf der Backbordseite auf, um erneut nach Steuerbord zu verschwinden, den Mate am Vorfach im „Schlepptau“, bis er gezwungen ist erneut loszulassen.</p>



<p>Pete entschließt sich, runter zu kommen und dem Spiel selbst ein Ende zu machen. Das Vorfach kommt erneut in Reichweite und Pete schreit seinen Deckhand an: &#8222;Tag her, that f..er, you mother f&#8230;ing sob!&#8220;&#8230;&#8230;.</p>



<p>Ich kann zwar kein Suaheli, aber unterstelle mal, dass ich in Petes Situation dieselben Kraftausdrücke gebraucht hätte. Die Worte zeigten jedenfalls Wirkung: Das Tag saß in der Schulter und die Lady setzte zu einer letzten Flucht an.</p>



<p>Nach einem einstündigen Kampf hing sie dann schließlich am „billrope”, einem Seil um das Schwert, an dem ausgedrillte Marline geführt werden, um wieder Sauerstoff ins Blut zu bekommen. – Nun konnte ich die Rute beiseite stellen und mir meinen Fang genauer anschauen. Welch eine Schönheit! Der Haken saß im Maulwinkel und sie blutete nicht!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445f.jpg" alt=""/></figure>



<p>Großartig, mein erster Blauer Marlin, etwa 500 lb schwer, schön und fett. Pete bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. &#8211; Doch es war noch nicht alles vorbei: Entgegen unseren Absichten, sie zu ein wenig fit zu machen vor dem Releasen, drehte sie kieloben, zeigte ihren Bauch &#8211; und starb. Pete fragte, ob es für mich ok sei, wenn wir sie mitnehmen. Ich nickte stumm ein Einverständnis.</p>



<p>Als wir den Fisch beim „Ocean Sports“ anlandeten, wartete schon eine größere Menschenmenge und ich ging den Strand hinauf in einem Wechselbad von Gefühlen: Traurig, solch ein wunderschönes Tier getötet zu haben und stolz zugleich, dass ich dieses großes Raubtier bezwingen konnte.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445g.jpg" alt=""/></figure>



<p>Schließlich gewann der Höhlenbewohner in mir und ich genoss die Situation in vollen Zügen.<br>Dann der Moment der Wahrheit!<br>Zeit, sie zu wiegen.<br>621 lb!!<br>Der Manager brachte Bier.<br>Tusker time.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445h.jpg" alt=""/></figure>



<p>Ein paar Tage später war er wieder da, der Drang hinauszufahren. Ich rief Peter deshalb spät am Abend an: „Hast Du Lust? Morgen?”</p>



<p>“Sicher, immer. Ich muss nur der Crew Bescheid geben und hole Dich morgen ab”, war seine Antwort.</p>



<p>Es war ein eher langweiliger Tag. Die Suche nach Marlin war fruchtlos, sieben Stunden lang: nichts. Ich machte eben ein paar Fotos von vorbeifahrenden Booten als…</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445i.jpg" alt=""/></figure>



<p>Aber erst muss ich Pat Hemphill zitieren, die lebende Legende aus Shiomoni: Er sagt, „Big Game Angeln ist stundelange unbarmherzige Langeweile, die gelegentlich unterbrochen werde von unvergesslichen Momenten reiner Panik!“</p>



<p>…ein Schrei die Langeweile durchbrach: „Marlin! Short corner!“.<br>Die Rolle schrillt in höchsten Tönen, der Marlin springt.<br>„Clear the lines!“, tönte Pete.</p>



<p>Ich nahm die Rute aus der Bordwand und war auf dem Weg zum Stuhl, als der Marlin kehrt machte und in unsere Richtung sprang. Pete gab Vollgas und das Heck verschwand in einer Wolke von schwarzem Dieselruß.</p>



<p>Der Marlin holte auf und machte einen Salto direkt an der Backbordseite. Der Haken flog in hohem Bogen und der Fisch verschwand. –„Sayonara, mein Freund&#8220;.<br>Ok. Das ist Big Game Angeln.</p>



<p>♬We´ll meet again<br>Don´t know where<br>Don´t know when<br>But I know we´ll meet again some sunny day&#8230;.</p>



<p>Am Tag vor unserer Rückkehr ins farblose Deutschland fuhr ich nochmals mit Peters Bruder David raus: Ich hatte es dem Manager von A Rocha versprochen und mit David kam ein Meeresbiologe an Bord.</p>



<p>Kein Billfish-Biss-Glück, aber wie fingen einige Goldmakrelen, genug, um die Leute von A Rochas für einige Tage satt zu bekommen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5445j.jpg" alt=""/></figure>



<p>Trotz unserer abwesenden Freunde (die mit dem Schwert) hatten wir einigen Spaß. Und der sehr schöne Tag auf See fand dann einen perfekten Ausklang im „Hemingways“ mit einigen Dawa-Cocktails. &#8211; Dawa ist Suaheli und heißt „Medizin“ oder „magische Portion“:<br>Zitronenschnitze in ein Becherglas geben<br>Zitrone zerdrücken, (Wald-)Honig hinzu<br>sowie zerstoßenes Eis und 4-6 cl Vodka und dann<br>Genießen!</p>



<p>Tight lines<br>Pontus Smith</p>
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		<title>Kenia &#8211;  Seahorse gewinnt Tournament vor Watamu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jan 2014 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieses Mal nahmen über 100 Angler auf 28 Booten teil. Um so größer dürfte deshalb die Freude von Skipper Peter Ready sein, der am Ende und nach einem „Fotofinish“ mit seiner SEAHORSE Sieger wurde. Vor Kenias Nordküste entwickelt sich das Weihnachtstournament des Watamu Sea Fishing Clubs zu einem immer größeren Ereignis: Dieses Mal nahmen über... <a href="https://ultimatefishingnews.com/kenia-seahorse-gewinnt-tournament-vor-watamu/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Mal nahmen über 100 Angler auf 28 Booten teil. Um so größer dürfte deshalb die Freude von Skipper Peter Ready sein, der am Ende und nach einem „Fotofinish“ mit seiner SEAHORSE Sieger wurde. Vor Kenias Nordküste entwickelt sich das Weihnachtstournament des Watamu Sea Fishing Clubs zu einem immer größeren Ereignis:  Dieses Mal nahmen über 100 Angler auf 28 Booten teil. Um so größer dürfte deshalb die Freude von Skipper Peter Ready sein, der am Ende und nach einem „Fotofinish“ mit seiner SEAHORSE Sieger wurde.</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5317a.jpg"></p>
<p>Am ersten Tag legten die Angler auf der SEAHORSE in dem Tag and Release Tournament drei Gestreifte Marline und eine Goldmakrele vor. Vier weitere Boote konnten jeweils auch einen Marlin releasen, gefolgt von zehn Booten mit 15 Segelfischen.  Diese Angler waren aber schon abgeschlagen, weil nach dem Punktesystem erst zehn Segelfische einen Marlin aufwiegen. </p>
<p>Am zweiten Tag fing das SEAHORSE-Team dann einen weiteren Marlin und war schon ganz sichersicher. Aber die INSTEDDA, die am ersten Tag einen Gestreiften Marlin hatte, fing am letzten Tag dann aber einen Gestreiften sowie zwei Blaue Marline  &#8211; und ein Goldmakrele. Gleichstand also. Deshalb entschied das Gewicht der Dorados. Die, der SEAHORSE war ein Kilogramm schwerer, sie brachte damit den Anglern ersten Platz und Skipper Peter den Kapitänspreis.</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5317b.jpg"></p>
<p>Die Rips vor Watamu waren auch am Tag nach der Competition überaus produktiv:  Acht Boote konnten Marline releasen und die ALLEYCAT mit Peter Darnborough  kämpfte  mit einem Blue von geschätzt 400 kg,  bis der Marlin sich durch einen gebrochenen Wirbel selbst releaste.</p>
<p>Übrigens bläst der „Kaskazi“, der Nordost-Monsun, seit der dritten Dezemberwoche beständig und hat das Fischen in den Rips gut werden lassen: Auf der OL JOGI fingen Angler einen Grand Slam mit einem Schwarzen und einem Gestreiften Marlin sowie einem Segelfisch. In zwei weiteren Ausfahrten konnten die beiden dann noch zwei Blaue Marline bis 100 kg releasen.</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5317c.jpg"></p>
<p>Am 23. Dezember zeigte sich Petrus besonders großzügig: Die PINNTAIL, ein kleines Privatboot, releaste einen Blauen mit etwa 230 kg, die SEASTORM, OL JOGI und TEGA hatten jeweils einen Blauen Marlin. Die WHITE BEAR, WHITE MISCHIEF, CLUELESS und UNREEL hatten jede einen Gestreiften Marlin und die BLACK WIDOW vier Segelfische, wie David Slater berichtet. </p>
<p>Die UNREEL markierte übrigens einen Blauen Marlin mit einem Satteliten-Tag.  Ein Fisch, der im April markiert wurde, war einige Monate später im Golf von Aden aufgetaucht und hatte 1.100 km zurückgelegt.</p>
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		<title>Mein erster Marlin</title>
		<link>https://ultimatefishingnews.com/mein-erster-marlin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2013 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Destinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Robert Kopp Eine Story hier hat in mir fast vergessen geglaubte Erinnerungen geweckt &#8211; zum Fang meines ersten Marlins. Es war im Februar 2006 im kenianischen Watamu: Was für ein herrlicher Tag! Wir sind zu dritt und voller Motivation, Vorfreude und gespannter Erwartung auf der SEAHORSE von Kapitän Peter Ready. Patrick und ich hofften... <a href="https://ultimatefishingnews.com/mein-erster-marlin/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Von Robert Kopp</p>
<p>Eine Story hier hat in mir fast vergessen geglaubte Erinnerungen geweckt &#8211; zum Fang meines ersten Marlins. Es war im Februar 2006 im kenianischen Watamu:</p>
<p>Was für ein herrlicher Tag! Wir sind zu dritt und voller Motivation, Vorfreude und gespannter Erwartung auf der SEAHORSE von Kapitän Peter Ready. Patrick und ich hofften inständig auf unseren ersten Marlin, der Dritte im Bunde wollte sogar einen mit der Fliege fangen.</p>
<p>An Bord angekommen, ging es auch gleich hinaus ins „blue water“ und bald wurden die Köder ausgelegt. Dann folgte unser interne Einteilung der Ruten und eine kurze Absprache für den Tag: „Wer schläft wird nicht geweckt“. Und: „Der, der am nächsten zur Rute steht übernimmt!“, waren unsere Regeln.</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5233aa.jpg" /></p>
<p>Die ersten beiden Stunden verbrachte ich noch voller Hoffnung und Zuversicht am Heck des Bootes und beobachtete die Lures, wie sie mit langen weißen Fahnen durchs Wasser pflügten. „Nur noch eineinhalb Tage habe ich die Chance auf einen Blauen, und die Uhr tickt“, dachte ich.</p>
<p>Unterdessen kämpfte Patrick mit der Übelkeit und klebte sich ein Pflaster hinters Ohr. Der Wirkstoff schickte ihn dann auch schon bald ins Reich der Träume. Es kehrte ein wenig Ruhe ein. Der dritte Mann verzog sich nach oben zu Peter auf der Flybridge und hielt mit ihm ein Schwätzchen. Etwas angegriffen von meinem Pflaster, das mich seit dem Abend zuvor verzierte, legte auch ich mich hin, mit dem festen Willen, nicht auch noch einzuschlafen. Ich beobachtete noch eine Weile die hypnotisierenden Lures hinter dem Boot. Doch nichts, absolut nichts tat sich.</p>
<p>Meine Gedanken fingen deshalb an zu wandern und ich stellte mir vor: Was wäre wenn? Doch selbst in meiner Fantasie klappte der Auftakt zum Drill nicht so richtig.</p>
<p>In dem Tagtraum stolperte ich vor lauter Aufregung auf dem Weg zur Rute über irgendwas, das vorher noch nicht auf dem Deck gelegen hatte. Und als ich die Rute aus der Halterung der Reling zog, riss mich der Marlin fast über Bord. Und die zwei Schritte hin zum Kampfstuhl ähnelten mehr dem torkelnden Gang eines Volltrunken, als den koordinierten Bewegungen eines Mannes, der weiß, was er tut.</p>
<p>Was lief da schief?</p>
<p>Ich ließ mir noch mal alles durch den Kopf gehen, um im Ernstfall nicht für eine Lachnummer zu sorgen: Also: Erst zur Rute, und aufpassen, dass ich nicht über etwas stolpere oder einen Mate umrenne, den ich in der Euphorie übersehe. Dann mit einem sicheren Stand die Rute aus der Halterung nehmen. Und wenn der Weg frei ist, kontrolliert und sicher in den Kampfstuhl. Nun drillen und aufpassen, dass die Schnur nie durchhängt und auch nicht gleich dem Fisch beim Springen zusehen, sondern auf die Rolle achten. Irgendwie sind mir die Gedanken nicht ganz geheuer und ich habe ein mulmiges Gefühl. Ich bin jedoch immer noch fest entschlossen, alles zu meistern. &#8211; Es müsste nur noch einer anbeißen.</p>
<p>Inzwischen waren sämtliche Aktivitäten auf dem Nullpunkt angelangt. Wer nicht schlief, beobachtet still schweigend das auf und ab der Lures hinter dem Boot. Meine Augenlider wurden immer schwerer, doch plötzlich sprang ein Crewmitglied auf und rief laut: „Marlin! Marlin!“</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5233b.jpg" /></p>
<p>Annähernd gleichzeitig begann auch schon die Rätsche an Patricks Rolle laut zu rattern. Der Mate drehte sich zu mir um und schaute mich fordernd an. Ich hatte ein komisches Gefühl dabei: Es ist ja eigentlich Patricks erster Marlin. Doch der schlief trotz des durchdringenden Lärms der Rolle weiter tief und fest. Ein kurzes Zögern noch, und schon stehe ich schon an der Rute, hole sie aus der Halterung und schlage gleichzeitig mit dem Beschleunigen des Bootes an. Die Crew ist unterdessen routiniert dabei, die anderen Lures aus dem Wasser zu holen und mir den Weg frei zu machen.</p>
<p>Nachdem ich sicher im Stuhl sitze und der Marlin zum Stehen gekommen ist, beginne ich zu Pumpen. Das Gefühl ist unbeschreiblich! Ich spüre den Fisch, seine Kraft und seinen Willen, die Freiheit wieder zu gewinnen!</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5233c.jpg" /></p>
<p>Dann fällt mir während des Drills auf, was ich in meinem Tagtraum nicht berücksichtigt hatte: Es ist der Adrenalinstoß, der meinen Körper und Geist auf höchste Touren bringt.</p>
<p>Plötzlich bemerke ich, dass der Fisch sein Verhalten ändert. Der Winkel der Schnur wird immer flacher. Kurz darauf sehe ich im Augenwinkel, wie der Marlin mehrmals springt. Was für ein wahnsinniges Gefühl! Die Crew ruft mir ständig irgendwas zu. Doch vor lauter Glücksgefühl und dem eindringlichen Gedanken, die Schnur auf Spannung zu halten, bekomme ich nicht mit, was sie von mir will.</p>
<p>Was für ein Drill! Doch unvermittelt dreht der Marlin aufs Boot zu und schwimmt volle Kraft voraus. Peter gibt Gas, die Motoren wummern laut, und ich kurble was das Zeug hält, um „ihn“, den ich nun im Blickfeld habe, nicht zu verlieren.</p>
<p>Dann endlich: Die Gefahr ist überstanden. Wenige Meter vor dem Boot dreht der Marlin ab; die Schnur ist stramm, der Haken sitzt noch. Nach einigen weiteren Minuten ist der Fisch am Boot und die beiden Mates versuchen, ihn unter Kontrolle zu bringen.</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5233d.jpg" /></p>
<p>Peter ruft nun laut mehrmals herunter, ich solle die Bremse öffnen. Ich bestätige ihm: Ja, habe ich schon getan. Zum Glück! Die Mates können den Fisch nicht halten. Der Marlin ist noch zu „grün“ und verabschiedet sich mit einem mächtigen Schwall für eine weitere Flucht.</p>
<p>Ich schiebe den Bremshebel wieder leicht nach oben und kann den Fisch nach etwa 50 Metern stoppen. Nach weiteren fünf Minuten gibt der Marlin endgültig auf und ist längsseits am Boot. „Was sollen wir mit ihm tun?“, fragt Peter von oben.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie ich dem wunderschönen Tier für das Erlebnis besser danken kann, als ihn zu markieren und ihm die Freiheit zu schenken. „Wenn er eine Überlebenschance hat, soll er wieder schwimmen“, rufe ich Peter zu. Ich will lediglich ein Foto mit mir und dem Marlin, weil es mein erster ist. Gesagt, getan. Das Foto ist schnell gemacht, und der Fisch ebenso schnell wieder über Bord.</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5233e.jpg" /></p>
<p>Reanimiert von der Crew, kommt er wieder zu Kräften und verschwindet mit einigen Schwanzschlägen im tiefen Blau des Indischen Ozeans. Mein Glücksgefühl ist vollkommen, weil der Marlin eine reelle Chance, den Stress mit mir zu überstehen. Zugegeben, es war kein großer Marlin. Aber mein erster mit einem großen Erlebnis. &#8211; Danke, mein Erster!!!!</p>
<p><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/images/5233f.jpg" /></p>
<p>Übrigens, Patrick konnte an diesem Tag auch noch seinen ersten Blauen fangen, was mein Gewissen trotz der Absprache sehr beruhigte.</p>
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