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	<title>Atlantik &#8211; UltimateFishingNews.com</title>
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	<title>Atlantik &#8211; UltimateFishingNews.com</title>
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		<title>Bluefin: Von 100 auf 1000 Pfund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2021 09:35:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blauflossenthun]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf einer ungewöhnlichen Reise legte ein Blauflossenthun tausende Kilometer zurück und rund 900 lb. an Gewicht zu. Der Fisch war im Sommer 2011 vor der Küste des US-Bundesstaates Massachusetts markiert und erneut im vergangenen Sommer im Mittelmeer (vor Frankreich) gefangen worden. Nach neun Jahren in Freiheit wog der Gigant 1016 lb. Dass Thune aus dem... <a href="https://ultimatefishingnews.com/von-100-auf-1000-pfund/">mehr</a>]]></description>
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<p>Auf einer ungewöhnlichen Reise legte ein Blauflossenthun tausende Kilometer zurück und rund 900 lb. an Gewicht zu. Der Fisch war im Sommer 2011 vor der Küste des US-Bundesstaates Massachusetts markiert und erneut im vergangenen Sommer im Mittelmeer (vor Frankreich) gefangen worden. Nach neun Jahren in Freiheit wog der Gigant 1016 lb. Dass Thune aus dem westlichen Atlantik ins Mittelmeer schwimmen, kommt immer wieder vor und spricht für ein gemeinsames Management der bislang in West und Ost aufgeteilten Thunfisch-Bestände.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2021/05/B02-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-14761" srcset="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2021/05/B02-1024x577.jpg 1024w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2021/05/B02-1000x564.jpg 1000w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2021/05/B02-300x169.jpg 300w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2021/05/B02-768x433.jpg 768w, https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/2021/05/B02.jpg 1426w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Marokko-Thune: Woher-Wohin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2019 18:04:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blauflossenthun]]></category>
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		<category><![CDATA[Umwelt & Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Fokus auf Blauflossenthune, die aus skandinavischen Gewässern zum Laichen ins Mittelmeer ziehen, ist derzeit groß. Was aber ist mit Thunen, die von „unten“ kommen, aus dem Süden? Vor den Kanaren werden ja etwa große Thune im März-April gefangen, die dann plötzlich verschwinden. Wohin? – Es könnten jene Fische sein, die in Netzfallen vor Marokko... <a href="https://ultimatefishingnews.com/marokko-thune-woher-wohin/">mehr</a>]]></description>
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<p>Der Fokus auf Blauflossenthune, die aus skandinavischen Gewässern
zum Laichen ins Mittelmeer ziehen, ist derzeit groß. Was aber ist mit Thunen,
die von „unten“ kommen, aus dem Süden? Vor den Kanaren werden ja etwa große
Thune im März-April gefangen, die dann plötzlich verschwinden. Wohin? – Es
könnten jene Fische sein, die in Netzfallen vor Marokko im Mai gefangen werden.
Die Studie zu dieser Fischerei von N. Abid MOROCCAN TUNA TRAPS: HISTORY AND
CURRENT SITUATION (Collect. Vol. Sci. Pap. ICCAT, 67(1): 124-138) gibt
interessante Antworten.</p>



<p>Der Wissenschaftler wertete die Fänge der Tuna-Fallen an der Atlantikküste
Marokkos über mehrere Jahrzehnte aus. Traditionell startete die Fallenfischerei
Mitte April und dauerte bis Ende Juni. Wegen der Reduzierung der
Gesamtfangmengen durch die ICCAT wird die Fangsaison seit 2010 bereits Ende Mai
eingestellt. &nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/fallen-marocco-1024x801.jpg" alt="" class="wp-image-8708"/></figure>



<p>Die Thune ziehen sehr nah an Land entlang. Die Fallen liegen nahe
an der Straße von Gibraltar, nur 3 Seemeilen vor der Küste in etwa 60 m tiefem
Wasser</p>



<p>Abid stellte fest, dass im Mai am meisten Fisch in den Fallen
gefangen werden. Die Größe der Fische lag im Durchschnitt bei 232 cm und 217
kg. Die Analyse des täglichen und monatlichen Durchschnittsgewichts ergab zudem
eine „hierarchische Migration“: Zunächst zogen die großen Laichfische ins
Mittelmeer, dann erst die kleineren.</p>



<p>Früher müssen unglaublich viele Thune diese Küste entlang gezogen
sein: Zwischen 1927 und 1964 fing eine Falle im Durchschnitt 5270 Thune! Von 1965
an sank die Zahl auf nur noch 840 Fische pro Falle. Für diesen Einbruch ist
laut Abid die Purse Seine- und Langleinenfischerei im Mittelmeer
verantwortlich.</p>



<p>Die Studie von Gemma
Quílez-Badia „SPATIAL MOVEMENTS OF BLUEFIN TUNA REVEALED BY ELECTRONIC TAGGING
IN THE MEDITERRANEAN SEA AND IN ATLANTIC WATERS OF MOROCCO IN 2011, (in: Collect.
Vol.
Sci. Pap. ICCAT, 69(1): 435-453) zeigt, dass nicht alle Thune von Marokko ins
Mittelmeeer ziehen! </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/Successful-cases-from-the-8-tunas-tagged-in-Larache-Morocco-in-May-2011-Note-orange.png" alt="" class="wp-image-8709"/></figure>



<p>Die Wissenschaftler markierten am 27. Mai 2011 acht bis zu 360 kg
schwere Thune mit Satelliten-Tags, die in einer Falle vor Larache/Marokko
gefangen worden waren. Drei der Fische verloren ihre Sender wenige Tage danach,
ein weiterer Fisch starb.</p>



<p>Von den verbliebenen drei Thunen zogen zwei NICHT ins Mittelmeer: Ein
Tag (Tag ID# 08A0395) löste sich nach 52 Tagen (18. Juli) östlich der Azoren,
ein weiterer Fisch schwamm zu den Kanaren, wo sich das Tag nach 54 Tagen vor
der Insel El Hiero löste.</p>



<p>Beim dritten Fisch (Tag ID# 10P0035) löste sich der Sender nach
300 Tagen bei den Azoren. Zuvor war der Fisch vom 25. Mai bis zum 23.Juli 2011
im Mittelmeer südlich der Balearen. Dort zeigte er vom 5. Juli bis 11. Juli das
typische Laichverhalten:&nbsp; Er schwamm
langsam, extrem nah an der Oberfläche (47% der Zeit zwischen 2m und 10 m Tiefe)
und er verbrachte rund 80% der Zeit in Wassertemperaturen von 24-27 °C.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/Daily-percentage-of-Time-at-Depth-a-and-of-Time-at-Temperature-b-of-the-tuna-with-tag.ppm_.png" alt="" class="wp-image-8710"/><figcaption> Die Grafik zeigt die Tiefe (a) und Temperatur (b) in der der Thun ID#  10P0035 an jenen 300 Tagen unterwegs war. Die obere Grafik zeigt seine  Zeit vom 25. Mai bis 23. Juni im Mittelmeer mit dem Laichverhalten vom  5.-11. Juli 2011.  </figcaption></figure>



<p>Sobald er das Mittelmeer Ende Juli verlassen hatte, zog er vor die
Nordwest-Küste von Irland ans Erris Ridge, wo er zwei Monate, vom 2. September
bis 14. November, blieb. Dann reiste er nach Südwesten, überquerte den Mittelatlantischen
Rücken und schwamm am 20. Januar wieder zurück vor die Westküste von Irland. Von
dort aus zog es ihn an die Azoren, wo er am 2. Februar ankam. Er blieb in den
Gewässern des Archipels, bis sich der Sender am 22. März südlich der Insel Terceira
löste.</p>



<p>Die Laichzeit der großen atlantischen Fische dauert an den
Balearen eine Woche, im Fall des getaggten Fisches lag die Zeitspanne knapp vor
dem Vollmond am 15 Juli. Kleinerer Thune, die das Mittelmeer nicht verlassen,
laichen dagegen den gesamten Juli über.&nbsp; </p>



<p>Die Wanderwege der beiden anderen vor Marokko markierten Fische
belegen den Wissenschaftlern zufolge, dass die Gewässer um die Azoren und
Kanaren wichtige Standorte für die Thune sind, das Erris Ridge sei dagegen ein
Jagdgrund für Ende des Sommers.</p>



<p></p>
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		<title>Bluefin taggen vor Dänemark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2019 11:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blauflossenthun]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
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					<description><![CDATA[Skagen am nördlichsten Ende von Dänemark könnte wieder ein Ziel zum Angeln auf große Blauflossenthune werden. Das hoffen zumindest Big Gamer vor Ort. &#160;„Wieder“ heißt, dass es schon einmal ein exzellentes Fischen auf Bluefins im Skagerrak, Kattegat und Öresund gab. Hotspot vor Dänemark war das südliche Kattegat, wo in den 1930er Jahren der Däne Kai... <a href="https://ultimatefishingnews.com/bluefin-taggen-vor-daenemark/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Skagen am nördlichsten Ende von Dänemark könnte wieder ein
Ziel zum Angeln auf große Blauflossenthune werden. Das hoffen zumindest Big Gamer
vor Ort. &nbsp;„Wieder“ heißt, dass es schon
einmal ein exzellentes Fischen auf Bluefins im Skagerrak, Kattegat und Öresund
gab. Hotspot vor Dänemark war das südliche Kattegat, wo in den 1930er Jahren
der Däne Kai Möller einen 314 kg schweren Thun fing, 11 Stunden dauerte damals
der Drill. &nbsp;Im Öresund, dem Gewässer zwischen
Kattegat und Ostsee begann die Thunfisch-Bonanza 1945. Derr schwedische Big Gamer
Arvid Carlander fing dort in einer Woche 6 Thune mit einem Gesamtgewicht von
1239 kg.&nbsp; In der Zeit um 1950 wurden dann
je Saison 300-400 Thune gefangen, und der Däne Knud Kyvsgaard stellte dann den
bis heute ungebrochenen Rekord mit einem 372 kg schweren Fisch auf.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/19-09-10-01-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8615" /></figure>



<p>Diese glorreichen Zeiten könnten womöglich zurückkehren – wenn
sich die Population der atlantischen Bluefins weiter so gut entwickelt und
nicht wieder wie ab Mitte der 1950er Jahre überfischt wird.&nbsp; Dass die Hoffnung berechtigt ist zeigen die Markierungsprogramme
von Dänen und Schweden seit 2018.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_19-09-10-02.jpg" alt="" class="wp-image-8616" /><figcaption>Satellitensender lösen sich nach einem Jahr von den Bluefins und geben wertvolle Informationen über die Wanderwege</figcaption></figure>



<p>In diesem Jahr begann das Markierungsprogramm Ende August,
musste dann aber wegen schlechtem Wetter unterbrochen und bis zum 9. September verlängert
werden. In den ersten fünfeinhalb Tagen wurden 38 Bluefins gefangen, mit einem
großen Maulgaff an ein Markierungsboot übergeben und dort dann mit Sattelitentags,
akustischen Sendern und Beschleunigungsmessern versehen. Die Fische waren alle groß
und wogen alle über 200 kg, sehr viel größere gingen verloren.</p>



<p>Für die Aktion hatten sich 70 Bootsteams gemeldet, wovon in der
ersten Woche etwa 40-50 aktiv waren. Mit weniger als einem Fisch pro Boot war
der Erfolg allerdings schlechter als im Jahr zuvor. Das hatte verschiedene
Gründe.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_19-09-10-03-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-8617" /><figcaption>Noch guter Dinge: Rene Kempf im Drill.</figcaption></figure>



<p>Ein großes Handicap war das grüne Wasser mit einer
Sichtigkeit von nur etwa 2-3 m. Viele Thune sahen am Ende des Drills das Boot offenbar
als Schutz und wollten sich darunter einstellen. Mit fatalen Folgen.</p>



<p>Das Team mit Skipper Lars Schrader, Angler Rene Kempf und
Meeresbiologe Sven Hille hatten in den 5 Tagen nur einen Strike: Rene drillte
den etwa 250 kg schweren Thun mit harter Bremse im Stand Up in etwa 35 Minuten
ans Boot. Was womöglich zu schnell war: Der noch fitte Fisch flüchtete
unhaltbar unter das Boot, scheuerte dort die Schnur an und ging dann trotz weicherer
Bremse durch Schnurbruch verloren.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_19-09-10-04-1024x893.jpg" alt="" class="wp-image-8618" /><figcaption>Geschätzte 350 kg  verlangten  Jörn-Henrick Haselhorst alles ab, am Ende vergeblich</figcaption></figure>



<p>Ähnliches Pech hatte Jörg-Dieter Haselhorst, der seine
Rodman aus der Ostsee in einem 12 Stunden Törn nach Skagen verlegt hatte. Sein Sohn
drillte im Kampfstuhl einen von J.-D. auf 350 kg geschätzten Fisch ans Boot. Auch
der wollte dann darunter, Jörg-Dieter gab kurz Gas – und weg war der Fisch.</p>



<p>Ein dänisches Team hatte einen geschätzten 3,5 m (!!!)
langen Fisch am Boot – und verlor ihn beim Versuch, das Maulgaff zu setzen.</p>



<p>Ein weiterer großer Nachteil der geringen Sicht im grünen
Wasser: Die Köder, lebende Makrelen, mussten den Fischen im eigentlichen
Wortsinn vor die Nase gesetzt werden, damit überhaupt die Chance auf einen Biss
bestand. Dazu mussten sich die Boote aber vor den Schwarm der – nicht immer –
springenden Thune setzten. Kein leichtes Unterfangen, wenn 40-50 Boote in einem
vorgegebenen Planquadrat umherkurven.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_19-09-10-06-821x1024.jpg" alt="" class="wp-image-8619" /><figcaption>Erfolgreich war das Team um Jan Svenstrup (Foto: svenstrupsportfishing.dk)</figcaption></figure>



<p>Die Thune wurden überdies sehr selektiv und der „Schnapp“ nach
der Makrele wohler eher Zufall. Ihre Hauptbeute waren Atlantic Saury (Scomberesox
saurus). Der Verwandte der Hornhechte ist ein Schwarmfisch und wird von den
Bluefins auch vor Irland gejagt. Daisy Chains mit den Fischen könnten also
erfolgreich sein.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/IMG-20190905-WA0024-1024x714.jpg" alt="" class="wp-image-8620" /></figure>



<p>Noch unbestätigten Gerüchten zufolge wollen die dänischen Behörden die Sportfischerei auf Bluefin künftig beschränkt zulassen. Wie in Norwegen könnten dann einige wenige Boote auf Thun im Rahmen von Markierungsprogrammen fischen und würden eine Totfangquote von einer Tonne erhalten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ultimatefishingnews.com/wp-content/uploads/K1600_19-09-10-07-1.jpg" alt="" class="wp-image-8622" /><figcaption>Der Thun wird an einem Maulgaff an das  Boot der Wissenschaftler zum Besendern übergeben. (Foto: svenstrupsportfishing.dk) </figcaption></figure>



<p>Allerdings hat das (von Hamburg rund 500 km entfernte) Revier
einen Haken: Die offene See macht das Fischen ab Windstärke 4 fast unmöglich. An
guten Tagen könnten dort dann aber Giganten gefangen werden wie vor La Gomera
im Frühjahr oder Kanada im Herbst.</p>
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		<title>Mein Thun – Dein Thun: Woher-Wohin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Oeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2018 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blauflossenthun]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderwege]]></category>
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					<description><![CDATA[Skandinavische Biologen haben im August-Oktober über 90 Blauflossenthune mit Satellitensendern versehen. Woher kommen die Fische und wohin ziehen sie. Hier einige Antworten&#8230; Skandinavische Biologen haben im August-Oktober über 90 Blauflossenthune mit Satellitensendern versehen. – Dies war ihnen möglich, weil so viele Thune wie seit 50 Jahren nicht mehr in ihre früheren Jagdgründe zurückgekehrt sind und... <a href="https://ultimatefishingnews.com/mein-thun-dein-thun-woher-wohin/">mehr</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Skandinavische Biologen haben im August-Oktober über 90 Blauflossenthune mit Satellitensendern versehen. Woher kommen die Fische und wohin ziehen sie. Hier einige Antworten&#8230;<br />
Skandinavische Biologen haben im August-Oktober über 90 Blauflossenthune mit Satellitensendern versehen. – Dies war ihnen möglich, weil so viele Thune wie seit 50 Jahren nicht mehr in ihre früheren Jagdgründe zurückgekehrt sind und weil Angler mit ihren Booten im Dienste der Wissenschaft Thune zum Besendern fingen.<br />
Dass wir alle nun bald wieder vor der Haustür auf Bluefins angeln können, oder gar im Öresund wieder internationale Competitions auf Thun abgehalten werden, wie einst 1949-1953, ist aber vorerst kaum zu hoffen: Die dänische Regierung hat wiederholt mitgeteilt, dass sie einen Teil der EU- Quote abhaben möchte, um auch eine kommerzielle Fischerei auf Blauflossenthun aufbauen zu können. – Doch der Thun vor Skandinaviens Küsten ist aus Sicht der spanischen Fangflotten deren Thun und von diesem Kuchen werden sie freiwillig kein Stück abgeben.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-05.jpg" style="width: 666px;height: 446px"><br />
Verteilt werden die Quoten von der ICCAT (International Commission for the Conservation of Atlantic Tuna) in der über 50 Fangnationen vertreten sind. Diese Kommission trägt bei Kritikern den Namen „International Conspirancy to Catch All Tunas“, weil sie die Maximalfangquote notorisch über die Empfehlungen der Wissenschaft ansetzt. Die EU-Quote von demnächst 19.000 Tonnen teilen sich folgende Staaten auf: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal, Malta und Zypern. Norwegen, das nicht zur EU gehört, hatte zuletzt eine Quote von knapp 44 Tonnen.&nbsp; Dänemark, Schweden und&nbsp; England werden Fangquoten bislang ebenso verweigert wie Irland, wo in der vergangenen Saison vor Donegal im Westen allein ein Skipper (Adrian)&nbsp; 191 Thune &nbsp;markierte (durchschnittlich 4 Bluefins am Tag).<br />
So manche Angler richten nun ihren Blick auch auf England. Dort werden an der Küste vor Cornwall seit 3 Jahren erfolgreich Thune markiert. Die Hoffnung: Nach einem Austritt aus der EU könnte das Land leichter ein Quote bekommen und eine Catch &amp;Release-Fischerei für Sportangler aufbauen. Die Bestrebungen sind schon im Gange.</p>
<p>&nbsp;Doch von Anfang an:<br />
Bei dem Markierungsprogramm unter Leitung der Wissenschaftler Kim Arrestrup und Brian Mackenzie von der Dänischen Technischen Universität (DTU Aqua) konnten in enger Zusammenarbeit mit der ICCAT im Skagerrak innerhalb weniger Wochen 91 Blauflossenthune in der Größe von 200-400 kg gefangen und besendert werden. Lebende Makrelen erwiesen sich als besonders gute Köder<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-00.jpg" style="width: 666px;height: 658px"><br />
An dem Projekt hatten sich dem Meeresbiologe Sven Hille (Danke für die Infos!) zufolge 70 überwiegend dänische aber auch schwedische Angelboote beteiligt. Mit dabei war aber auch ein deutsches, die YELLOWFIN der Rostocker Andreas und Kevin Stachs. Sie konnten am letzten Projekttag zwei Bluefins erfolgreich drillen und dem Markierungsboot übergeben.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-01.jpg" style="width: 666px;height: 500px"><br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-02.jpg" style="width: 666px;height: 500px"><br />
Die dänischen und schwedischen Wissenschaftler werden nun im Einklang mit ihren Kollegen etwa aus Norwegen erneut beweisen, was seit den 1920er Jahren bekannt ist: Atlantische Bluefins sind nur für wenige Monate zum Laichen im Mittelmeer. Danach ziehen sie über die Biscaya bis vor Skandinavien, um sich dort innerhalb von nur 3-4 Monaten ein dicken Speckmantel anzufressen. Große Thune mit 300 kg und mehr legen dabei in kurzer Zeit über 50 kg an Gewicht zu!<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-12.jpg" style="width: 666px;height: 933px"><br />
Der französische Wissenschaftler Le Gall beschrieb bereits 1927 anhand von Fängen der Berufsfischer diese Wanderwege. Die Fische zogen damals im Juli-August in großer Zahl um die Westküste Irlands in die Nordsee und dann nach Südwestnorwegen. Im Skagerrak und Kattegatt hielten sie sich von Juli bis Oktober auf und im Oktober an der Westkante der Dogger Bank. Im November-Dezember wurden sie dann auf der Sole Bank südwestlich von Cornwall regelmäßig an der Oberfläche bei der Jagd gesichtet.<br />
Der US-Wissenschaftler F.J Mather stellte dann 1995 in einer umfassenden Studie (Life History and Fisheries of Atlantic Bluefin Tuna. NOAA Technical Memorandum NMFS-SEFSC-370) alle bis dahin vorliegenden Kenntnisse zusammen und fand Wanderungen nach Altersgruppen.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-11.jpg" style="width: 666px;height: 662px"><br />
Demnach ziehen die ältesten und damit größten Fische am weitesten nach Norden. Fische mit 50 bis um die 100 kg wurden 1928 vor allem im Skagerrak gefangen. Die über 7 Jahre alten Fische kamen Anfang Juli vor Bergen an und zogen die Küste hinauf. Mehr als 10 Jahre alte Giganten mit bis 150-300 kg gingen dann nördlich von Trondheim an die Haken.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-19.jpg" style="width: 666px;height: 961px"><br />
Den Rückweg der Fische ins Warme belegte eine Studie des Biologen J. Hamre. Er markierte&nbsp; vor dem norwegischen Bergen zwischen 1957 und 1962 jeweils im August und September große Bluefins. Sechs der Fische wurden zehn Monate später nahe Cadiz, Spanien gefangen, vermutlich auf dem Weg zu ihren Laichgründen im Mittelmeer (Hamre, J. 1 963c. Tuna tagging experiments in Norwegian waters, FAO Fisheries Reports, Rome6 (3): &nbsp;1125-1132).<br />
Doch warum werden bis zu 400 kg schwere Thune im Skagerrak gefangen? Auch darauf fand Hamre schon 1965 eine Antwort: Nachdem die mittelgroßen Bluefins 1963 wegen Überfischung vor Norwegen ausblieben, änderten die Giants ihre Wanderweg und zogen auf dem südlichen Wanderweg ins Skagerrak und Kattegat.<br />
Das mutmaßliche Überwinterungsgebiet verortete Mather anhand der Fänge japanischer Longliner (!) dann im offenen Atlantik zwischen den Azoren, Kanaren und Marokko.</p>
<p>All dies werden nun die aktuellen Markierungsstudien vermutlich auch belegen: Ein erster Sender wurde im September vor Norwegen treibend gefunden, nahe an dem Ort, an dem der Thun ein Jahr zuvor getaggt worden war!<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-03.jpg" style="width: 666px;height: 405px"><br />
Eine eindeutige Antwort könnte das dänische Programm auf die Frage bringen, wo genau die Tiere überwintern. Vor Marokko? Im offenen Atlantik? Oder doch in der Nähe der Kanaren: La Gomera? Sie ist mittlerweile bekannt für gutes Angeln auf große Bluefins im März-April.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br />
Wem die ewigen Wanderer damit nun eigentlich „gehören“, ist eine müßige Frage. Verantwortlich für sie sind alle Nationen gemeinsam.<br />
Klar ist aber, wer die Schuld am Zusammenbruch der Bestände trägt. &#8211; &nbsp;Die norwegischen Wissenschaftler Leif Nøttestad, Øyvind Tangen und Svein Sundby wiesen 2004 nach, dass es weder an Klimazyklen lag, die sich wie etwa der Nordatlantischen Oszillation (NAO), oder die &nbsp;Atlantic Multidecadal Oscillation über Jahrzehnte hinweg ändern. Und es lag auch nicht an der zeitweisen Überfischung von Futterfischen: Vor Skandinavien schwimmen Nøttestad zufolge im Sommer 20 Millionen Tonnen pelagischer Fisch, an dem sich Thune sattfressen können, vom Hornhecht im Kattegat bis hin zu den fetten Köhlern vor Norwegen.<br />
Ursache des Rückgangs war laut Mather die Überfischung der Thun-Bestände in ihrer Kinderstube, der Biscaya. (Sicherlich haben auch die Norweger mit zur Überfischung beigetragen. Im Rekordjahr 1952 fingen sie rund 15.000 Tonnen Thun.) &nbsp;‚Schuld‘ am Zusammenbruch hatten vor allem die Franzosen. Sie wüteten ab 1947 mit neuen Fangmethoden in der Biscaya und fingen dort 1-3 Jahre alte Jungfische in solchen Massen, dass die Bestände über die Jahre atlantikweit zusammenbrachen.<br />
Mather schreibt auf Seite 39:<br />
<em>The introduction of the live bait method in Spain and France in the years 1947-1949 (…) resulted in a specialized fishery for bluefin. The catches of this species consequently increased greatly in the 1950s. (…) It appears that the landings varied between 1,000 and 1.500 tons in 1945-1949, then rose to between 2,700 and 5,500 tons in 1949-1959. The catches (…) attained 2,100 and 3,300 tons in 1965 and 1966, respectively. Catches in the early 1970s have evidently been somewhat over 2,000 tons per year.</em><br />
Kein Wunder, dass dies zur Katastrophe führte: Ein etwa 1 Jahr alter Bluefin wiegt 4 kg, mit 2 Jahren 11 kg und mit drei 22 kg. Die Mengen so entnommener Kleinfische, die nie zum Erhalt der Art beitragen konnten, müssen unvorstellbar gewesen sein.<br />
1969 gründeten die Fangnationen dann zwar die ICCAT. &nbsp;Doch vom nachhaltigen Management, der &nbsp;„Conservation“ im Titel der Organisation, war bald keine Rede mehr, stattdessen eher von „Conspicancy“: 1975 legte die ICCAT ein Mindestfanggewicht von &nbsp;(man glaubt es kaum) 6,4 kg für Blauflossenthune fest (also rund ein Zehntel des Gewichts laichreifer Fische!!!). Weil dann aber so mancher Netzfischer trotzdem Einbußen befürchtete, wurde überdies entschieden, dass 15% der angelandeten Fische auch kleiner als 6,4 kg sein dürften!<br />
Erholt haben sich die Bestände erst in den vergangenen zehn Jahren – allein wegen des Mutes der griechischen EU-Kommissarin Maria Damanaki. Sie legte sich mit der industriellen Fischerei an und setzte 2007 eine massive Fangreduzierung von 27.500 Tonnen auf 13,400 Tonnen bis 2014 durch. Die Zahl der zum Glück überaus fruchtbaren Fische wuchs seitdem so stark, dass Freizeitangeln auf Bluefin vor Skandinavien und Großbritannien nun wieder möglich wäre. Etwa im Öresund vor Dänemark: Dort angelte selbst der schwedische König Gustav VI. mit Rute und Rolle auf Thun. 1948 wurden dort noch 350 Thune gefangen, 150 von Anglern und 200 von Berufsfischern mit Handleine, der schwerste wog knapp 500 kg.<br />
<img decoding="async" alt="" src="/files/images/2018-10/2018-10-22-07.jpg" style="width: 666px;height: 488px"><br />
<span style="font-size:9px">Auch König Gustavs Sohn, der amtierende Carl XVI (Bildmitte) zeigt sich interessiert an dem Markierungsprogramm. </span></p>
<p>Ab 1950 wurden sogar internationale Competitions ausgerichtet, an welchen bis zu 100 Boote teilnahmen und dazu Teams aus den USA, Australien und Südafrika anreisten.<br />
Solche Competitions wären sicher ein Vorbild für heute: In einem ersten Schritt müssten die betroffenen Länder eine Quote bekommen und davon dann einen Teil an die Freizeitangler weitergeben. Allerdings kontrolliert &nbsp;für Competitions mit einer jeweiligen&nbsp; eigenen Entnahmequote. Dies ist in Kroatien seit Jahren so üblich. In einem zweiten Schritt könnten dann lizensierte Charterbootskipper (überwacht wie ICCAT-Boote mit einem satellitengestützten Tracker an Bord) eine eigene Entnahme-Quote ersteigern. Auch hier ist Kroatien mit 500 kg pro Lizenz und Jahr ein Vorbild. Dr so erwirtschaftete volkswirtschaftliche Benefit mit Hobbyanglern wäre größer als die Profite der Reeder.</p>
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